Baselland
03.11.2021

Baselbieter Kunst in Bern

Eine einzigartige Kunstausstellung mit Ständerätin Maya Graf, Präsidentin Elfi Thoma und der Oberbaselbieter Künstlerin Heinke Torpus (v.l.).Foto: S. van Riemsdijk
Die beiden Oberbaselbieter Künstlerinnen Judith Mundwiler (l.) und Ursula Pfister stellen im Bundeshaus mit ihren Frauensilhouetten aus. Foto: S. van Riemsdijk

Eine einzigartige Kunstausstellung mit Ständerätin Maya Graf, Präsidentin Elfi Thoma und der Oberbaselbieter Künstlerin Heinke Torpus (v.l.).Foto: S. van Riemsdijk

Eine einzigartige Kunstausstellung mit Ständerätin Maya Graf, Präsidentin Elfi Thoma und der Oberbaselbieter Künstlerin Heinke Torpus (v.l.).Foto: S. van Riemsdijk
Die beiden Oberbaselbieter Künstlerinnen Judith Mundwiler (l.) und Ursula Pfister stellen im Bundeshaus mit ihren Frauensilhouetten aus. Foto: S. van Riemsdijk

Die beiden Oberbaselbieter Künstlerinnen Judith Mundwiler (l.) und Ursula Pfister stellen im Bundeshaus mit ihren Frauensilhouetten aus. Foto: S. van Riemsdijk

Bundeshaus Nationales Kunstprojekt mit viel Kreativität  

Von: Sander van Riemsdijk

Die Ausstellung «Frauen im Bundeshaus» als erstes im Bundeshaus, anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums des Stimm- und Wahlrechts der Frauen in der Schweiz und der Frauensession im Parlament, an der am 29. und 30. Oktober insgesamt 246 Frauen aus allen Regionen der Schweiz teilnahmen, hat zum Ziel auf die berechtigte Präsenz der Frauen hinzuweisen. Mit dabei sind acht Künstlerinnen aus dem Oberbaselbiet. Seit 1902 setzt sich die Schweizerische Gesellschaft Bildender Künstlerinnen (SGBK) für die Anliegen der Künstlerinnen ein. Damals gründeten engagierte Künstlerinnen die Gesellschaft Schweizerischer Malerinnen und Bildhauerinnen (GSMB), da sie zu den von Männern dominierten Kunstgesellschaften keinen Zugang fanden. Rund 120 Jahre nach dieser Gründung gelingt es der SGBK, auf das wichtige Zusammenspiel von Kultur und Politik in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Das SGBK-Kunstprojekt «Frauen im Bundeshaus» symbolisiert den Einzug der Frauen ins Bundeshaus, ins Schweizer Parlament. Die zahlreichen Frauensilhouetten, gestaltet von 67 Künstlerinnen aus allen Landesteilen, weisen auf die berechtigte Präsenz der Frauen im Parlamentsgebäude hin.

In ein Kunsthaus umgewandelt

«Ich bin begeistert von der Kunstaustellung, die in ihrer Vielfalt und Fantasie das Bundeshaus mit ihrer Kreativität füllt», sagt die Baselbieter Ständerätin Maya Graf auf den Treppen im Bundeshaus in Bern zum Kunstprojekt, das vorletzten Mittwoch mit einer Vernissage eröffnet wurde. Nicht weniger als acht Künstlerinnen aus dem Oberbaselbiet waren eingeladen das Projekt, das zudem die Anliegen zur Frauensession im Herbst 2021 unterstützt, mit ihren Werken zu realisieren und das Polithaus bis am 20. Dezember 2021 in ein Kunsthaus umzuwandeln. Jede Figur beinhaltet eine persönliche, künstlerische Aussage zum Motto der Ausstellung. Im Fokus, unter der Bundeshauskuppel, die Silhouette der Künstlerin Heinke Torpus mit ihren aktualisierten Kantonswappen. Das Gemeinsame der Frauensilhouetten ist der Wahlzettel, den jede Figur sichtbar trägt. Sie zeigen den langen Weg bis zum 50. Jubiläumsjahr auf. Zugleich weisen die künstlerischen Botschaften in die Zukunft – nämlich zur gemeinsamen, gleichberechtigten Gestaltung der Zukunft aller Menschen.

Motivationsschub bei den Frauenvereinen

In diesem Sinne äusserte sich Elfi Thoma, Präsidentin des SGBK Sektion Basel, auf der Führung durch die Kunstausstellung: «Kunst ist ein adäquates Mittel, um auf das Thema Frauenstimmrecht und Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam zu machen.» Auf drei Ebenen belebt jede Frauenfigur das ehrenwürdige Bundeshaus mit ihrer eigenen persönlichen Geschichte. Elfi Thoma äusserte sich über die Kunstausstellung sehr zufrieden: «Ich habe den Eindruck, dass das Gebäude mit den Frauensilhouetten ganz anders wirkt» und schiebt nach: «Sie sind als Zeichen für die weibliche Präsenz in der Politik für das Parlamentsgebäude einfach eine grossen Gewinn.» Sie erhofft sich mit der Ausstellung einen Motivationsschub bei den Frauenvereinen ein ähnliches Projekt in ihren Gemeinden auf die Beine zu stellen. Was nach der Ausstellung mit den Figuren passieren soll ist noch unklar, so Elfi Thoma. «Wir überlegen uns allenfalls sämtliche Figuren im Sommer am Seeufer in Ascona aufzustellen.»

Teilnehmende Oberbaselbieter Künstlerinnen sind Jacqueline Borer, Silvia Heuser-Zihlmann und Heinke Torpus aus Sissach, Sibylle Laubscher und Elena Lichtsteiner aus Arisdorf, Jardenah Masé-Goldberg aus Ziefen, Judith Mundwiler aus Buus und Ursula Pfister aus Gelterkinden.

Besichtigungen: Das Kunstprojekt zählt zu den vier Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr 2021 im Bundeshaus. Thematische Besuche im Bundeshaus, Lichtprojektion des Vereins Hommage 2021, Alliance F – Frauensession im Parlament und das SGBK-Kunstprojekt. Die Ausstellung, die vom 25. Oktober bis 20. Dezember 2021 dauert, kann während der Themenführungen «Frauen unter der Bundeshauskuppel» besichtigt werden. Jeden Mittwoch im November 2021 finden zusätzlich öffentliche Führungen durch das Bundeshaus statt.

sgbk-kunst-im-bundeshaus.ch