Region Gelterkinden
09.06.2021

Zoff um Quartierstrasse

Stein des Anstossens – die Bodenackergasse in Ormalingen.Fotos: O. Graf

Stein des Anstossens – die Bodenackergasse in Ormalingen.Fotos: O. Graf

Ormalingen Ausbau der Bodenackergasse offen 

Von: Otto Graf

Obwohl das Geschäft nicht traktandiert war, gab der geplante Ausbau der Bodenackergasse zu einer Erschliessungsstrasse an der Gemeindeversammlung in Ormalingen am meisten zu reden. Anlass war der in der Einladung abgedruckte Bericht der Geschäftsprüfungskommission (GPK). Darin bezeichnete die GKP den Entscheid des Gemeinderats, das Ausbauprojekt auf unbestimmte Zeit zurückzustellen und die Bodenackergasse lediglich einer einfachen Oberflächenbehandlung zu unterziehen, in mehreren Punkten als fragwürdig. Eigentlich wollte der Gemeinderat das Strassenbauprojekt auf Drängen der GKP der Gemeindeversammlung vorlegen. Da jedoch mit den Grundeigentümerinnen und -eigentümern, die rund 144 Quadratmeter Land an die Bodenackergasse abtreten müssten, keine Einigung erzielt werden konnte und die Betroffenen juristischen Beistand einholten, sah der Gemeinderat davon ab, das Geschäft der Gemeindeversammlung vorzulegen. Gemeindepräsidentin Verena Schürmann sagte, die Behörde brauche für die eigenen rechtlichen Abklärungen wegen der komplexen Materie mehr Zeit als erwartet. Deshalb sei das Strassenbauprojekt noch nicht spruchreif und könne wohl erst im Herbst der Gemeindeversammlung unterbreitet werden.

Die Bodenackergasse dient unter anderem als Zufahrt zu den Parkplätzen hinter dem Zentrum Ergolz. Diese Parkplätze sind eigentlich vom Fabrikweg her erschlossen. Doch wegen der vor einigen Jahren erstellten Passerelle zum Trakt für Demenzkranke der des Zentrums Ergolz ist die Anfahrt nur noch für Personenwagen möglich. Für Rettungseinsätze und vor allem für die Warenanlieferungen ins Zentrum Ergolz müssen die Nutzfahrzeuge den Umweg über die Bodenackergasse nehmen, weil die Durchfahrtshöhe unter der Passerelle für diese Fahrzeuge zu gering ist.

Finanzen im Lot

Zuvor verabschiedeten die Stimmberechtigten die tiefschwarze Jahresrechnung mit einem Gewinn von fast 850000 Franken. Im Budget stand noch eine schwarze Null. Vom Überschuss flossen 500000 Franken in die neugebildete finanzpolitischen Reserve. Der Rest wurde auf das Eigenkapitalkonto gebucht. Letzteres beziffert sich auf knapp 17 Millionen Franken. Unbestritten war auch eine Ergänzung des Personal- und Besoldungsreglements. Im Hinblick auf die Pensionierung von Gemeindeverwalter Felix Beyeler im kommenden Frühjahr wurde auf den 1. Juli 2021 die neue Stelle «Finanzverwalter/-in» geschaffen, die in den Besoldungsklassen 16 bis 11 eingeteilt ist. Unter «Verschiedenes» dankte eine Anwesende dem Gemeinderat und dem Werkdienst insbesondere für den Blumenschmuck um den Dorfbrunnen, der Visitenkarte der Gemeinde.