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22.06.2022

Richtig grosses Kino

Die Klänge der beiden Orchester vermischen sich zu einem schönen Klang. Fotos: HP. Thommen
Heinz Schoenenberger und Osvaldo Ovejero geniessen den Schlussapplaus.
Seven Years in Tibet mit Solist Markus Stolz.

Die Klänge der beiden Orchester vermischen sich zu einem schönen Klang. Fotos: HP. Thommen

Die Klänge der beiden Orchester vermischen sich zu einem schönen Klang. Fotos: HP. Thommen
Heinz Schoenenberger und Osvaldo Ovejero geniessen den Schlussapplaus.
Seven Years in Tibet mit Solist Markus Stolz.

Heinz Schoenenberger und Osvaldo Ovejero geniessen den Schlussapplaus.

Die Klänge der beiden Orchester vermischen sich zu einem schönen Klang. Fotos: HP. Thommen
Heinz Schoenenberger und Osvaldo Ovejero geniessen den Schlussapplaus.
Seven Years in Tibet mit Solist Markus Stolz.

Seven Years in Tibet mit Solist Markus Stolz.

Gelterkinden Filmmelodien mit dem Musikverein Gelterkinden und dem Orchester Gelterkinden  

Von: Hanspeter Thommen

Von Filmmusik erwartet man meist einen vollen Bläsersound, kombiniert mit den sanften Streicherklängen eines klassischen Orchesters. Dafür werden in Hollywood grosse Orchester verpflichtet. Ein solches Klangerlebnis ist jedoch auch im Oberbaselbiet möglich. Dazu braucht es nur zwei experimentierfreudige Formationen wie den Musikverein Gelterkinden und das Orchester Gelterkinden. An zwei Konzerten zeigten die beiden Vereine am vergangenen Wochenende einen bunten Strauss an Filmmelodien, gepaart mit Stücken, welche problemlos den Soundtrack zu einem Blockbuster-Film bieten könnten.

Der Musikverein Gelterkinden unter der Leitung von Heinz Schoenenberger zeigte einen fulminanten Beginn mit der Titelmelodie zu «Back To The Future». Aus einem «Highlander»-Film könnte der Titel «Of Castles And Legends» stammen, auch wenn das Stück in Wirklichkeit eine deutsche Sage vertont. Eine andere Art von Filmmusik war der von Heinz Schoenenberger zum Swing umarrangierte «Baselbieter Marsch». Der «Baselbiet-Swing» wurde nämlich durch originelle Filmaufnahmen untermalt.

Mit sanften Klängen aus Charlie Chaplin’s «Limelight» vollzog das Orchester Gelterkinden unter der Leitung von Osvaldo Ovejero einen Szenenwechsel. Eindrücklich war auch das Solospiel des Violoncellisten Markus Stolz beim Soundtrack zu «Seven Years in Tibet». Sehr bekannt und eingängig wiederum waren die Melodien rund um den kleinen Ausserirdischen E. T.

Gerhard Schafroth, Präsident des Orchesters Gelterkinden, gab zu, dass einige Musiker des Orchesters anfänglich Bedenken hatten, von den Bläsern übertönt zu werden. Doch diese Bedenken waren eindeutig unbegründet. Beim gemeinsamen Spiel kamen alle Klänge wunderbar zur Geltung, was gleich beim ersten gemeinsamen Stück «Phantom of the Opera» bewiesen wurde. Intergalaktisch ging es weiter mit Melodien aus «Star Was». Gleich mehrere Filme kamen zum Tragen bei einem Medley aus verschiedenen James Bond-Filmen. Und selbstverständlich gehört zu einem Film-Konzertabend auch «Pirates of the Caribbean», welches einen Höhepunkt und gleichzeitig den Schlusspunkt des offiziellen Programms darstellte. Als Zugaben boten die beiden Orchester eine Jazz-Version von «Wien bleibt Wien» sowie das Stück «We Are The World». Beide Stücke wurden übrigens von Heinz Schoenenberger arrangiert. Alles in allem bot der Abend vor allem eines: richtig grosses Kino!