Region Waldenburg
06.05.2020

Klimaneutral war gestern – heute sind wir klimapositiv

Ansicht des Ökozentrums in Langenbruck.Fotos: zVg
Die Schülerinnen und Schüler bringen mit reiner Muskelkraft eine Tasse Wasser zum Kochen (Klima-Energie-Erlebnistage in Langenbruck).
Ein Mitarbeiter des Ökozentrums rüstet einen Raupendumper auf Elektroantrieb um.
Die Schülerinnen und Schüler erfahren anhand ihres Einkaufs, wie viel graue Energie in Lebensmittel steckt (Klima-Energie-Erlebnistage BS).

Ansicht des Ökozentrums in Langenbruck.Fotos: zVg

Ansicht des Ökozentrums in Langenbruck.Fotos: zVg
Die Schülerinnen und Schüler bringen mit reiner Muskelkraft eine Tasse Wasser zum Kochen (Klima-Energie-Erlebnistage in Langenbruck).
Ein Mitarbeiter des Ökozentrums rüstet einen Raupendumper auf Elektroantrieb um.
Die Schülerinnen und Schüler erfahren anhand ihres Einkaufs, wie viel graue Energie in Lebensmittel steckt (Klima-Energie-Erlebnistage BS).

Die Schülerinnen und Schüler bringen mit reiner Muskelkraft eine Tasse Wasser zum Kochen (Klima-Energie-Erlebnistage in Langenbruck).

Ansicht des Ökozentrums in Langenbruck.Fotos: zVg
Die Schülerinnen und Schüler bringen mit reiner Muskelkraft eine Tasse Wasser zum Kochen (Klima-Energie-Erlebnistage in Langenbruck).
Ein Mitarbeiter des Ökozentrums rüstet einen Raupendumper auf Elektroantrieb um.
Die Schülerinnen und Schüler erfahren anhand ihres Einkaufs, wie viel graue Energie in Lebensmittel steckt (Klima-Energie-Erlebnistage BS).

Ein Mitarbeiter des Ökozentrums rüstet einen Raupendumper auf Elektroantrieb um.

Ansicht des Ökozentrums in Langenbruck.Fotos: zVg
Die Schülerinnen und Schüler bringen mit reiner Muskelkraft eine Tasse Wasser zum Kochen (Klima-Energie-Erlebnistage in Langenbruck).
Ein Mitarbeiter des Ökozentrums rüstet einen Raupendumper auf Elektroantrieb um.
Die Schülerinnen und Schüler erfahren anhand ihres Einkaufs, wie viel graue Energie in Lebensmittel steckt (Klima-Energie-Erlebnistage BS).

Die Schülerinnen und Schüler erfahren anhand ihres Einkaufs, wie viel graue Energie in Lebensmittel steckt (Klima-Energie-Erlebnistage BS).

Serie Institutionen im Oberbaselbiet: Ökozentrum in Langenbruck

Von: Beat Ermel

1980 nahm in Langenbruck das schweizweit erste Ökozentrum seine Arbeit auf. Trägerstiftung ist die im Jahr 1979 in Liestal gegründete Stiftung für angepasste Technologie und Sozialökologie. Rund vierzig Fachleute, Freelancer und Hilfskräfte inbegriffen, arbeiten für das Ökozentrum: «Wir forschen, entwickeln und bilden in den Bereichen erneuerbare Energien und Ressourcen, führen Aufträge von Wirtschaft und Gesellschaft aus oder initiieren eigene Projekte.»

Die Vision, gemeinsam an einer ressourcenneutralen und zukunftsfähigen Gesellschaft zu arbeiten, ist heute genauso aktuell, wie zur Gründungszeit. Schon bald, nämlich im Herbst 2020 wird das heute international renommierte Ökozentrum sein 40-Jahr-Jubiläum feiern können.

Unter der Vielzahl von Projekten im Bereich Forschung und Entwicklung nennt Christoph Seiberth, Geschäftsleiter des Ökonzentrums, die Elektromobilität, die Pyrolyse und die Pflanzenkohle als wichtige Schwerpunkte. Er präzisiert: «In der Elektromobilität kommt dieses Jahr ein von uns mitentwickeltes Fahrzeug auf den Schweizer Markt, und wir arbeiten an einem grossen Projekt in der Elektrifizierung der Landwirtschaft. Alle unsere Projekte haben den Klimaschutz zum Ziel. Speziell sehen wir ein enormes Potenzial in der Produktion von Pflanzenkohle.»

Wie zu erfahren war, eignet sich jegliche Biomasse für den Pyrolyseprozess. Dabei wird Energie in Form von Wärme und Strom nutzbar gemacht und die anfallende Pflanzenkohle kann in der Landwirtschaft verwendet werden. Bei richtigem Einsatz ist die erzeugte Energie gar klimapositiv.

Neben handfesten Ideen für umwelt- und energieschonende Techniken interessierten am Ökozentrum immer schon sozialökologische Anliegen, etwa Fragen nach dem sinnvollen Mass von Konsum, Komfort und Mobilität. Ihr Bildungsangebot umfasst die Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in erlebnisorientierten Kursen für einen sparsamen Energieverbrauch und nachhaltigen Konsum.

Auf die Auswirkungen der Pandemie angesprochen, sagt Seiberth, dass hauptsächlich die Schulangebote wie die Klima-Energie-Erlebnistage und das Schulprojekt für kulturelle Umweltbildung «GLOBULO» betroffen seien. Bisher sei erfreulicherweise nichts abgesagt, sondern lediglich verschoben worden. Entsprechend seien momentan hauptsächlich die Freelancer/-innen, die die Klima-Energie-Erlebnistage an den Schulen durchführen vom Ausfall betroffen. Folgende Aussage ist Seiberth ein Anliegen: «Die Corona-Krise kann uns gut vor Augen führen, was wir wirklich brauchen, um ein gutes Leben zu führen. Wir hoffen, dass viele Menschen auch zurück in der Normalität Ferien in der Nähe in Erwägung ziehen, lieber beim lokalen Bio-Hofladen einkaufen und sich solidarisch und hilfsbereit verhalten werden. Denn Effizienz und Suffizienz muss Hand in Hand gehen, um effektiv sein zu können.»