Alles bleibt «Handgmacht»
Sissach Sonniger Fasnachtssonntag lockte zahlreiche Zuschauende ins Zentrum
Pünktlich zum Start der Oberbaselbieter Fasnachtsumzüge verzog sich das garstige Wetter der letzten Tage, und so empfing Sissach am Sonntag die Fasnächtler/-innen und die zahlreichen Zuschauer bei frühlingshaftem Wetter und angenehmen Temperaturen.
Der Startschuss zur Sissacher Fasnacht erfolgte traditionell um 10 Uhr morgens mit dem Verkauf des «Glöggeliwaage». Diese Fasnachtszeitung wird jährlich von einem unbekannten Redaktionsteam verfasst, das über Ereignisse in der Umgebung berichtet, die nicht gerne öffentlich gemacht wurden.
Je weiter die Zeit voranschritt, desto mehr füllte sich das Zentrum von Sissach. In der Begegnungszone und rund um den Bahnhof gaben diverse Guggen erste Konzerte und bereiteten sich auf den Umzug vor, der um 14 Uhr begann. 70 Formationen nahmen die Route von der Rheinfelderstrasse durch die Begegnungszone bis hin zur Bahnhofsstrasse und dem Postplatz in Angriff und sorgten für ausgelassene Stimmung bei den Zuschauern und leuchtende Kinderaugen. Unter dem Motto «handgmacht» präsentierten die Fasnächtler ihre selbstgebauten Wagen und ihre selbst entwickelten Sujets. Das Motto wollte aufzeigen, dass in der fünften Jahreszeit trotz technologischen Wandels alles selbst hergerichtet wurde.
Viele der Sujets blieben im Vorfeld des Umzugs geheim und wurden erst beim Auftritt präsentiert. Ein beliebtes Sujet bei den Formationen war die Parkplatzsituation in und rund um Sissach. Ansonsten bot der Umzug viel Spektakel und zeigte diverse unterschiedliche Themen. Vom Meistertitel des FCB über das bevorstehende Dorffest in Diepflingen bis zum Jubiläum der Feldschlösschen-Brauerei war alles dabei. Jubiläum feierten auch einige der Formationen, weshalb sich viele entsprechend gekleidet und geschmückt hatten.
Beispielsweise die «Republikaner Glünggi», die seit 40 Jahren an der Fasnacht teilnehmen, sowie die «Freeride Rueche» aus Thürnen, die ihr 20-Jahr-Jubiläum feiern und ihren Wagen dementsprechend geschmückt hatten. Für grosses Staunen beim Publikum sorgten die «Guggä-Rugger» aus Buus. Sie zogen mit der Startnummer 67 einen Wagen mit einem riesigen, sich bewegenden Skelett im Stil von «Día de los Muertos» durch die Strassen. Innerhalb von zwei Stunden verwandelte sich Sissach in ein farbenfrohes Konfettimeer. Sobald der Umzug beendet war, war noch lange nicht Feierabend. Auf dem Postplatz folgten Guggenkonzerte, und die Wagengruppen stellten ihre Wagen in der Begegnungszone auf. In den Bars wurde bis spät in die Nacht gefeiert, und die narrenfreie Zeit wurde genüsslich eingeläutet.








