Alles bleibt «Handgmacht»

Sissach Sonniger Fasnachtssonntag lockte zahlreiche Zuschauende ins Zentrum

«Freeride Rueche» feiern ihr 20-Jahr-Jubiläum.

«Freeride Rueche» feiern ihr 20-Jahr-Jubiläum.

«Guggä-Rugger» aus Buus sorgten für laute Töne.

«Guggä-Rugger» aus Buus sorgten für laute Töne.

Die Riesen-Gorillas sorgten für Gelächter beim Publikum.Fotos: S. Moor

Die Riesen-Gorillas sorgten für Gelächter beim Publikum.Fotos: S. Moor

Pünktlich zum Start der Oberbaselbieter Fasnachtsumzüge verzog sich das garstige Wetter der letzten Tage, und so empfing Sissach am Sonntag die Fasnächtler/-innen und die zahlreichen Zuschauer bei frühlingshaftem Wetter und angenehmen Temperaturen.

Der Startschuss zur Sissacher Fasnacht erfolgte traditionell um 10 Uhr morgens mit dem Verkauf des «Glöggeliwaage». Diese Fasnachtszeitung wird jährlich von einem unbekannten Redaktionsteam verfasst, das über Ereignisse in der Umgebung berichtet, die nicht gerne öffentlich gemacht wurden.

Je weiter die Zeit voranschritt, desto mehr füllte sich das Zentrum von Sissach. In der Begegnungszone und rund um den Bahnhof gaben diverse Guggen erste Konzerte und bereiteten sich auf den Umzug vor, der um 14 Uhr begann. 70 Formationen nahmen die Route von der Rheinfelderstrasse durch die Begegnungszone bis hin zur Bahnhofsstrasse und dem Postplatz in Angriff und sorgten für ausgelassene Stimmung bei den Zuschauern und leuchtende Kinderaugen. Unter dem Motto «handgmacht» präsentierten die Fasnächtler ihre selbstgebauten Wagen und ihre selbst entwickelten Sujets. Das Motto wollte aufzeigen, dass in der fünften Jahreszeit trotz technologischen Wandels alles selbst hergerichtet wurde.

Viele der Sujets blieben im Vorfeld des Umzugs geheim und wurden erst beim Auftritt präsentiert. Ein beliebtes Sujet bei den Formationen war die Parkplatzsituation in und rund um Sissach. Ansonsten bot der Umzug viel Spektakel und zeigte diverse unterschiedliche Themen. Vom Meistertitel des FCB über das bevorstehende Dorffest in Diepflingen bis zum Jubiläum der Feldschlösschen-Brauerei war alles dabei. Jubiläum feierten auch einige der Formationen, weshalb sich viele entsprechend gekleidet und geschmückt hatten.

Beispielsweise die «Republikaner Glünggi», die seit 40 Jahren an der Fasnacht teilnehmen, sowie die «Freeride Rueche» aus Thürnen, die ihr 20-Jahr-Jubiläum feiern und ihren Wagen dementsprechend geschmückt hatten. Für grosses Staunen beim Publikum sorgten die «Guggä-Rugger» aus Buus. Sie zogen mit der Startnummer 67 einen Wagen mit einem riesigen, sich bewegenden Skelett im Stil von «Día de los Muertos» durch die Strassen. Innerhalb von zwei Stunden verwandelte sich Sissach in ein farbenfrohes Konfettimeer. Sobald der Umzug beendet war, war noch lange nicht Feierabend. Auf dem Postplatz folgten Guggenkonzerte, und die Wagengruppen stellten ihre Wagen in der Begegnungszone auf. In den Bars wurde bis spät in die Nacht gefeiert, und die narrenfreie Zeit wurde genüsslich eingeläutet.

Weitere Artikel zu «Region Gelterkinden», die sie interessieren könnten

Das Ungeheuer mit dem Schärmuuser und den Tambouren suchte Sissach wieder heim.  Fotos: S. van Riemsdijk
Region Gelterkinden24.02.2026

Hutzgüri auf Beutetour

Sissach Das Hutzgüri und Clan war wieder unterwegs
Der Umzug ist vorbei, nun gibts Zvieri.
Region Gelterkinden17.02.2026

Ein fröhlicher Schülerumzug durchs Dorf

Gelterkinden Bunte Schulfasnacht vom Kindergarten bis und mit zur dritten Klasse
Dominic Chamot (Klavier), Eoin Ducrot (Violine) und Elisa Siber (Violoncello) begeisterten das Publikum im Kulturzentrum Cheesmeyer Sissach. Foto: Pier-Giuseppe Cacciatori
Region Gelterkinden03.02.2026

Diamonds Are Forever

Sissach Kammermusik von bleibendem Glanz