«Damit immer Strom fliesst»: Festliche Pfarrinstallation in der Kirche Sankt Niklaus

Oltingen Amtseinsetzung von Pfarrerin Gabriella Schneider-Giussani und Pfarrer Andreas Marti

Die Installation mit Pfarrerin Gabriela Schneider und Pfarrer Andreas Marti. Links Pfarrer Ueli Dällenbach.Foto: S. van Riemsdijk
Die Installation mit Pfarrerin Gabriela Schneider und Pfarrer Andreas Marti. Links Pfarrer Ueli Dällenbach.Foto: S. van Riemsdijk

Auf ausserordentlich grossen Anklang stiess am letzten Sonntag der berührende Gottesdienst mit Abendmahl in der sehr gut besetzten reformierten Kirche Sankt Niklaus in Oltingen mit der Amtseinsetzung («Installation») von Pfarrerin Gabriella Schneider-Giussani und Pfarrer Andreas Marti durch Dekan Pfarrer Ueli Dällenbach.

Zusammen mit Pfarrer Ueli Schürch bilden sie künftig das neue Pfarrteam der reformierte Kirchgemeinde Schafmatt-Wisenberg, welche an diesem sonnigen und ehrwürdigen Reformationssonntag zahlreiche Gäste aus nah und fern sowie viele Gemeindemitglieder willkommen heissen konnte. Der Reformationssonntag beinhaltet nicht nur eine dankbare, sondern auch eine kritische Rückbesinnung auf die zentralen Erkenntnisse und Ereignisse der Reformation.

Pfarrer Ueli Dällenbach, der den Installationsgottesdienst auf volksnahe und inspirierende Art moderierte, sprach in seiner kurzen Predigt von den nebeneinandergestellten Perspektiven Arbeiten und Beten, die sich gegenseitig herausfordern und ergänzen. Mit dem Lied «Gott ist gegenwärtig», welche die ehrfürchtige Annäherung an Gott und dessen Gegenwart beschreibt, wurde die Pfarrinstallation durch die Gemeinde eingeläutet. In seiner Willkommensrede verband Ueli Gisi als Präsident der Kirchenpflege das Wort «installieren» mit einem Elektriker, der Leitungen installiert, damit Strom fliesst. In diesem Sinne wünschte er, «dass Pfarrerin Gabriella Schneider und Pfarrer Andreas Marti gute Leitungen legen zwischen oben und unten, zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und uns Menschen. Damit immer Strom fliesst.»

Menschen zusammenbringen

Nach der offiziellen Amtseinsetzung, welche die beiden neuen Pfarrpersonen mit «Ja, mit Gotteshilfe» bestätigten, überreichte Dekan Pfarrer Ueli Dällenbach nebst Blumen als Geschenk getrocknete Kirschen aus seinem Wohnort Tenniken und der Kirchenrat zwei Dokumente. Pfarrerin Gabriella Schneider sprach in ihrer Rede zur Gemeinde von Zusammengehörigkeit und dem Wunsch, «der Kirchgemeinde ein Gesicht geben, damit etwas aufgebaut und Menschen zusammengebracht werden können», Pfarrer Andreas Marti, «dass wir alle eine Berufung für das Leben haben und der Glaube uns zutiefst verbindet.»

Besondere Atmosphäre

Das Abendmahl mit dem Brechen vom Brot und das Trinken von Traubensaft als Zeichen der Gemeinschaft von den Menschen mit Gott, wie Pfarrer Ueli Schürch ausführte, bildete zusammen mit dem Dankgebet den Abschluss eines denkwürdigen und feierlichen Gottesdienstes.

Musikalisch umrahmt wurde dieser an der Orgel von Franziska Baumgartner und an der Klarinette von Roberto Travella, welche den Gottesdienst mit ihren Klängen bereicherten und so zur besonderen Atmosphäre in der Kirche beitrugen. Im Anschluss an die Zeremonie lud die Kirchgemeinde in der Mehrzweckhalle zu einem Apéro ein.

Gabriela Schneider

Gabriela Schneider-Giussani ist in Brienz aufgewachsen und in Wenslingen wohnhaft. Nach der Matura hat sie an der Universität Bern Theologie studiert und in Hindelbank (BE) ihre erste Pfarrstelle übernommen. Seit 2008 arbeitet sie als Pfarrerin mit einem 50-Prozent-Pensum in der Kirchgemeinde Reinach (BL). In ihrer Freizeit ist sie oft im Wald oder auf dem Feld mit ihrem Dackel unterwegs, sie lernt Italienisch und steckt ebenso ihre Nase in ein Buch, wie sie sagt.

Andreas Marti

Andreas Marti wohnt mit seiner Frau Andrea und seinem Sohn Simon in Lauwil. Er hat neben der Gemeindearbeit viele Jahre im Zürcher Triemli-Spital und in den USA als Seelsorger gearbeitet. Er wandert gerne mit seiner Familie und dem Hund Timmy. Daneben hat er eine grosse Leidenschaft für die Musik. Er spielt täglich Klavier, regelmässig Orgel und (keltische) Harfe. Die Kraft und der Zauber der Musik bedeutet ihm auch sehr viel bezüglich seiner gegenwärtigen Langzeit-Ausbildung in Musiktherapie.

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