«Adie Chluri, adie Fasnecht»

Sissach Klangvoller Abschied von der Fasnacht

Das «Zeusi» steht in Flammen. Fotos: Alexa Elia

Das «Zeusi» steht in Flammen. Fotos: Alexa Elia

Das Chluri steht für den Empfang bereit.

Das Chluri steht für den Empfang bereit.

Lange Zeit blieb es ruhig in Sissach am vergangenen Donnerstag. Die Strassen waren leer, die Konfetti wurden weggeputzt und die Begegnungszone bot wieder Raum für Einkäufe. Doch am Abend formierten sich die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler ein letztes Mal für dieses Jahr, um die fünfte Jahreszeit gebührend zu verabschieden. Mit der Chluriverbrennung wurde die Sissacher Fasnacht offiziell beendet.

Wie üblich startete der traditionelle Brauch mit einem Trauermarsch. In der Begegnungszone verkleiden sich diverse Fasnächtler als Geist, indem sie sich ein weisses Laken über den Körper ziehen. Um 19.30 Uhr gingen im Dorfzentrum die Lichter aus und der Marsch konnte beginnen. Die maskierten Geister liefen trauernd und weinend durch die Begegnungszone und sammelten von den Besuchern kleine Spenden ein. Ihnen folgten diverse regionale Guggen, die sich alle vereinten und ebenfalls als Geister verkleidet den Trauermarsch musikalisch begleiteten.

Auf dem Weg bis zum Richtplatz spielten alle Guggen dasselbe Stück. Am vorderen Ende der Begegnungszone wurde das Chluri in Empfang genommen und führte den Marsch nun an. Angekommen am Richtplatz endete die Musik und nach kurzer Vorbereitung begann die Chlurirede, der das riesige Publikum aufmerksam lauschte. In dieser Rede erzählte ein unbekannter Mann von den wichtigsten Ereignissen an der diesjährigen Sissacher Fasnacht. Zuerst verkündete er, dass alle Blaggetten in diesem Jahr ausverkauft waren.

Der Fasnachtssonntag verlief ohne grosse Probleme, bis auf eine Schramme in einer Gebäudefassade. Der Dank richtete sich an die – extra aus dem Laufental angereiste – Polizei, sowie an den Werkhof, der die Strassen innerhalb weniger Stunden von allen Konfetti befreite.

Der Schnitzelbankabend am Montag wurde nur von einer Clique, die 15 Minuten zu früh begonnen hatte gestört, und am Dienstag wurden bei der Kinderfasnacht viele junge Menschen mit dem Fasnachtsvirus infiziert. Auch heuer zeichnete der Chluriredner ein Lokal zur besten Fasnachtsbeiz des Jahres aus. Diese Wahl fiel 2026 aufs Lindbergh Pub, das rund um die Uhr warmes Essen und erfrischende Getränkte ausgeben konnte.

Schlussendlich blieb noch übrig, das diesjährige Chluri zu verkünden. «Zeusi» lautet der Name der Frau, die kurz darauf verbrannt wurde. Eine Frau, die sich um lokale Katzen kümmert, die kein Zuhause finden und aufgrund ihres grossen Herzens in der Gemeinde geliebt wird. Ausserdem ist sie dafür bekannt, einigen Schülern den Kopf zu waschen, falls diese mit zu viel Tempo durch das Quartier rasen.

Mit den Worten «Adie Chluri, adie Fasnecht» endete die Rede und das Zeusi wurde in Flammen versetzt. Unter grossem Staunen des Publikums brannte das Chluri nieder und damit endete eine gelungene Sissacher Fasnacht 2026.

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