Objekte, Zeichnungen und Grafiken im Kleinformat
Gelterkinden Beeindruckende Kunstausstellung von Werner Buser

Das «Atelier 24» in Gelterkinden präsentiert im monumentalen Gebäude an der Rössligasse auf zwei Stockwerken seit letztem Freitag unter dem Motto «Kleinformate» eine Auswahl von Objekten, Zeichnungen und Grafiken von verschiedenen Arbeitsphasen des Basler Malers und Bildhauers Werner Buser (1928 – 1994).
Zu sehen sind Objekte aus Holz, Zeichnungen, Collagen, Prägedrucke, Radierungen und Lithografien. Werner Buser war ein Vertreter des Konkreten und Konstruktiven und hat an seinem Geburtsort Basel ein sehr umfangreiches Werk hinterlassen, das nach dem Tod seiner Ehefrau Esther nun in Gelterkinden aufbewahrt wird.
Subtilität und Sinnlichkeit
Werner Buser absolvierte eine Ausbildung zum Schaufenstergestalter an der Kunstgewerbeschule Basel. Von 1970 bis zu seiner vorzeitigen Pensionierung im Jahr 1991 übte er eine Lehrtätigkeit als Werklehrer und Heilpädagoge an einer Schule für geistig behinderte Kinder in Basel aus. In dieser Zeit widmete sich der begabte Künstler ebenso dem persönlichen künstlerischen Schaffen zu.
Bei näherer Betrachtung faszinieren die Kunstwerke von Werner Buser durch Subtilität und Sinnlichkeit. Sie laden die Betrachter zu einer meditativen und gleichwohl achtsamen Haltung gegenüber dem Kunstwerk ein.
Beim Reflektieren bekommt man einen soliden Eindruck über die Techniken und Materialien, welche Werner Buser in seiner langjährigen kreativvollen Schaffenszeit in seinen konstruktivistischen Kunstwerken mit den abstrakt-geometrischen Formen und den ausdrucksvollen Kraftfeldern verwendet hat.
Monochromes Weiss als Grundlage
In seiner ersten Schaffensphase sind die Konstruktionen aufgrund der Rahmung hermetisch abgeschlossen. Bald aber verwendete der Künstler Plexiglashauben, die einen Einblick auch von den Seiten erlauben. In den konstruktivistischen Objekten von Werner Buser herrscht als farbliche Grundlage meist ein monochromes Weiss vor, seltener sind andere buntere Farbtöne.
Kennzeichnend für seine Werke ist die grosse handwerkliche Präzision, mit der er seine Objekte ausführte. Dabei wurden die Drähte gebogen oder gelötet sowie das Papier geschnitten, geklebt oder gefaltet. Die Aussenwelt dringt nur im Spiel von Licht und Schatten in die künstlerische Wirklichkeit.
Organische Entwicklung
Für Werner Buser hatte die organische Entwicklung in seiner künstlerischen Arbeit absolute Priorität. Er fand 1994 seine letzte Ruhestätte auf dem «Wolfgottesacker» in Basel.
Ausstellung «Kleinformate» von Werner Buser, Freitag, 29. Mai bis Sonntag, 21. Juni, jeweils samstags und sonntags, 11 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung.
«Atelier 24»
Sarojini und Cornelius Buser-Shrestha Rössligasse 24, Gelterkinden
Tel. 061 981 53 51
www.atelier24pranava.com


