Heisse Rocknight im Marabu

Gelterkinden Rabbit Hill und Lucky Jam Gang

Rabbit Hill rockt das Marabu: Lucky Brefin, Tobias Moor, Stefan Baumann, Amar Dravid und Simon Fankhauser (v. l.).Foto: T. Brunnschweiler
Rabbit Hill rockt das Marabu: Lucky Brefin, Tobias Moor, Stefan Baumann, Amar Dravid und Simon Fankhauser (v. l.).Foto: T. Brunnschweiler

Am Samstag rockten zwei Coverbands das Marabu in Gelterkinden: Rabbit Hill und die Lucky Jam Gang. Punkto Rock ist die Rocknight jeweils das Highlight des Jahres. Das zahlreich erschienene Publikum rekrutierte sich vorwiegend aus Boomern und der Generation X. Obwohl Coverbands keinen Anspruch auf Originalität haben, sind sie wichtig, weil sie altbekannten Hits der grossen Rockära neues Leben einhauchen und teilweise auch neu interpretieren. Rabbit Hill machte den Anfang, und Gitarrist Simon Fankhauser startete mit dem legendären Gitarrensolo von «Eruption» des virtuosen Eddie Van Halen; es folgte «Jump», ein sehr tanzbares und hymnisches Stück, das Keyboarder Lukas «Luky» Brefin mit dem berühmten Synthesizer-Riff eröffnete. Es folgten «Always on the run» von Lenny Kravitz, der prägnante Hit «My Sharona» von The Knack, «Hard to handle» von The Black Crowes mit seinem groovenden Rhythmus und dem markanten Hammond-Sound. Nach weiteren Songs folgte der klassische Ohrwurm «I’m a Believer» der leider etwas in Vergessenheit geratenen «The Monkees». Phänomenal war Fankhausers Interpretation von Jimi Hendrix’ «Little Wing». Mit «Highway Star» von Deep Purple und «Tage wie diese» von «Die Toten Hosen» beendete Rabbit Hill ihren inspirierenden Auftritt.

Rabbit Hill – die Klinikband

Bis auf Simon Fankhauser arbeiteten alle Rabbit Hill-Musiker einmal an der Kantonalen Psychiatrischen Klinik Liestal. Rabbit Hill ist die wörtliche Übersetzung von «Hasebüel». Lukas Brevin ist dort immer noch als Psychiatriepfleger tätig. Die Psychiater Amar Dravid (Lead Vocals), Stefan Baumann (Drums) und Tobias Moor (Bass, Vocals) arbeiten gemeinsam als Praxisteam in Liestal. Rabbit Hill wurde vor über 13 Jahren gegründet, «zu Beginn als Projekt, mit Kollegen zusammen Musik zu machen», wie Tobias Moor sagt. Seit 2018 sind die fünf Musiker in der aktuellen Formation unterwegs. Musikalisch entwickelten sie sich immer mehr in Richtung einer Rock-Coverband. Sie bespielt kleinere und grössere Bühnen, tritt auch bei privaten Festen und Firmenanlässen auf. Der Zweck ist, Freude an der Musik zu haben und weiterzugeben. Pro Jahr gibt es zwischen sechs bis sieben Auftritte. «Das Musizieren ist einerseits ein guter Ausgleich, aber auch eine Art Selbsttherapie», sagt Amar Dravid. Der nächste Auftritt findet am 12.2.2026 in der Vintage Garage in Liestal statt (www.rabbithillband.ch).

Zweites Set mit weiblicher Stimme

Die Lucky Jam Gang heizte dem Publikum mit teilweise fünf Gitarren mächtig ein. Beim ersten Song «Hier kommt Alex» war alle schon auf Zack. Weiter ging’s mit «Baby Get On It» von Bad Touch, «Fortunate Son» von Creedence Clearwater Revival und «Ride High» von Hot Water Music. Leadgitarrist war wiederum Simon Fankhauser, der das Bindeglied zwischen den beiden Coverbands darstellt. Das Fehlen der Keyboards in dieser Formation wird durch die Stimme von Jenny Weishaupt wettgemacht, deren Timbre etwas dosiert «Dreckiges» hat. Mit Zugaben von Janis Joplin, Tina Turner und «Die Toten Hosen» endete dieser gelungene Event im Marabu.

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