Tieffliegende Lebensmittel
Sissach Traditionelles Eierläset mit sportlichem Spektakel

In der Oberbaselbieter Metropole ist beim traditionellen Eierläset ab dem Restaurant Stöppli in der Begegnungszone immer für Spektakel mit tieffliegenden buntfarbigen Eiern gesorgt. Wie am letzten Sonntag, als der Turnverein Sissach als Heimmatador und Organisator und der eingeladene Turnverein Itingen sich um den Sieg beim Eier-Wettkampf duellierten. Trotz nasskalter Witterung zeigte sich, dass der Eierläset bei der Bevölkerung immer noch ein beliebtes Schauspiel ist und die Massen anzieht. Angetrieben von den Anfeuerungsrufen der Zuschauerinnen und Zuschauer gaben die Läuferinnen und Läufer auf dem ausgesteckten Osterparcours mit den 113 schön aufgereihten Eiern auf ihren Sägemehlhäufchen alles, um ihre Mannschaft zum Sieg zu verhelfen.
Mit spektakulären Akrobatikeinlagen
Um den Schwierigkeitsgrad beim Rennen und beim Eierwerfen in die Spreuerwannen zu erhöhen, waren zur Heiterkeit von allen einige Hindernisse und Schikanen eingebaut worden. Dies führte bei spektakulären Akrobatikeinlagen zu so manchem Missgeschick, wobei nicht selten die Eier nach einer kurzen Phase der Schwerlosigkeit trotz schweisstreibenden Rettungsversuchen der Eierfänger Philipp Buser und Luc Madörin am Schluss des Parcours unbarmherzig auf dem Teerboden zerschellten. Damit war wieder mal sichtlich untermauert, dass das Vergnügen beim Wettkampf nicht unbedingt bei den Eiern zu finden war. Das war an diesem sportlichen Nachmittag auch nicht so wichtig, lag der Spassfaktor doch ausschliesslich auf Seite der beiden Turnvereine und des Sissacher und Itinger Publikums. Der Wettkampf wurde, umrahmt von den Klängen der Guggenmusik FGS, von beiden Vereinen mit Unterstützung der Jugendriegen mit Einsatz geführt und bekam im Verlauf des Nachmittags allmählich den Charakter eines Eier-Nahkampfs. Schliesslich gewann der Turnverein Sissach mit knappem Vorsprung. Der gratis Eierdätsch im Zentrum für Pflege und Betreuung Mülimatt rundete den Wettkampf als kulinarische «grande Finallissima» traditionell ab.


