Verletzte Wanderer im Waldsteilhang

Gelterkinden Einsatzübung der Samariter und Feuerwehr 

Die Gerettete wird mit einem Verband und mit beruhigenden Worten behandelt.

Die Gerettete wird mit einem Verband und mit beruhigenden Worten behandelt.

Gut eingepackt und gesichert, ist die verletzte Person auf der Schleifkorbtrage bereit und unterwegs für das Abseilen am Steilhang. Foto: zVg

Gut eingepackt und gesichert, ist die verletzte Person auf der Schleifkorbtrage bereit und unterwegs für das Abseilen am Steilhang. Foto: zVg

Feuerwehrkommandant Reto Kunz informiert die zum Einsatz bereiten Feuerwehrleute und Samariter über die bevorstehende gemeinsame Übung. Fotos: U. Handschin

Feuerwehrkommandant Reto Kunz informiert die zum Einsatz bereiten Feuerwehrleute und Samariter über die bevorstehende gemeinsame Übung. Fotos: U. Handschin

Die unentbehrlichen Einsätze der Feuerwehr Gelterkinden sind jedermann bekannt. Ebenso die Bereitschaftsdienste des Samaritervereins Gelterkinden bei Sportfesten und anderen Anlässen, wo sie wertvolle erste Hilfe leisten. Am Donnerstagabend war aber wieder die jährliche gemeinsame Einsatzübung der beiden Gruppen angesagt und um 19.30 Uhr standen je zwölf Feuerwehrleute und zehn Samariter/-innen vor dem Feuerwehrlokal und warteten gespannt auf die Instruktionen des Feuerwehrkommandanten Hauptmann Reto Kunz. Die Samariterleiterin Esther Reber hatte vorgängig drei Figuranten mit fast wirklichkeitstreuen Verletzungsimitationen (Moulagen) versehen und im Wald platziert, wo sie sich als angebliche Wandergruppe verirrt hatten und an einem Steilbord beim versuchten Abstieg verunfallt waren.

Mit den Fahrzeugen der Feuerwehr wurden die Helfenden an den Unfallort am Fusse des steilen Abhangs gefahren. Dort errichteten die Samariter eine provisorische Sanitätshilfestelle, währenddem die Feuerwehrangehörigen mit Samaritern und der für beide Organisationen zuständigen Arzt Daniel Handschin zu den Verunfallten stiegen. Dort wurden die drei Verletzten triagiert, beruhigt, erste Hilfe geleistet, wo nötig Schmerzmittel gespritzt und zum Transport in die Tiefe vorbereitet. Eine Frau mit Höhenangst und Schürfwunde am Arm konnte mit «Klettergstältli» und Sicherheitsweste, gestützt von zwei Helferinnen, zu Fuss abgeseilt werden. Bei den anderen kam die Schleifkorbtrage zum Einsatz. Die vierte Person, eine Phantompuppe, war den ganzen Hang runtergekollert und unten auf dem Weg bewusstlos liegen geblieben. Auch sie wurde geborgen und überwacht bis die zwei restlichen Verletzten mit ausgerenkter Schulter und Unterschenkelfraktur auf der Sanitätshilfsstelle eintrafen. Das Ganze war eine riesige Herausforderung in diesem steilen Gelände mit Steinschlag und einbrechender Dunkelheit.

Aus solchen Übungen lernt man, was allenfalls gefehlt hat oder besser hätte gemacht werden können. Es sind verdankenswert wiederholt die gleichen Mutigen, die sich als Figuranten zur Verfügung stellen, voller Vertrauen in die abenteuerlichen Rettungsaktionen! Der Einsatz aller Beteiligten war bewundernswert und die Befriedigung, zu wissen, wie man Menschen in Not helfen kann, war einmal mehr an der tollen Zusammenarbeit und guten Laune dieser Teams zu beobachten!

Der Samariterverein kann übrigens jederzeit Nachwuchs brauchen!

www.Samariter-Gelterkinden.ch

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