Virtuoses Spiel der Gegensätze

Sissach Solisten begeisterten im Klanglichter-Konzert  

Xiaomin Wang, Geiger, Paola De Piante Vicin, Klavier (Flügel) und Rusian Lutsyk, Kontrabass (v. l.).Foto: zVg

Nach dem Jubiläumsjahr «10 Jahre Klanglichter» fand am 25. Januar 2025 in der Oberen Fabrik in Sissach wieder ein aussergewöhnliches Kammermusikkonzert statt.

Die Besucher füllten den Saal bis auf den letzten Platz. Das erste Konzert der Klanglichter im neuen Jahr stellte den Gegensatz zwischen Geige und Kontrabass ins Zentrum des Geschehens. Paola De Piante Vicin am Flügel hatte dafür zwei herausragende Künstler auf den beiden Instrumenten gewinnen können, den chinesischen Geiger Xioamin Wang, Konzertmeister der Philharmonia Zürich, und den Solobassisten desselben Orchesters, den Ukrainer Rusian Lutsyk. Zu zwei und zu dritt führten die Musiker ein gegensätzliches und grenzenloses Programm auf. Es begann mit der Sonate für Violine und Klavier von Maurice Ravel aus dem Jahr 1926/27 mit den Sätzen Allegretto, Blues, Perpetuum Mobile und Allegro, äusserst virtuos dargeboten vom Geiger Xiomin Wang mit gekonnter Begleitung durch Paola De Piante Vicin. Das Gran Duo Concertante des polnischen Komponisten Krzysztof Penderecki, auch aus der Moderne, zelebrierte die Freude am schönen Klang, die Lust am Spielen und am Belcanto, und gab dem Geiger Xioamin Wang und dem Solobassisten Rusian Lutsyk zusammen Gelegenheit, ihr stupendes Können und ihre enorme Virtuosität unter Beweis zu stellen. Dann ging das Programm weiter mit dem Gran Duo Concertante für Violine und Kontrabass mit Klavier von Giovanni Bottesini (1821–1889), der sich vor bald 200 Jahren von keiner Grenze aufhalten liess, fast ununterbrochen Europa, Nord- und Südamerika bereiste und grosse Erfolge als Opernkomponist, Kontrabassist und Dirigent feierte. Der grosse Einfluss seines Freundes Giuseppe Verdi war auch in seinem opernhaften «Gran Duo Concertante» nicht zu überhören.

Nach der Pause führten die drei Interpreten die Tangokomposition «Estaciones Portenas» (die vier Jahreszeiten) des Argentiniers Astor Piazzolla (1921–1992) auf, wobei sie ihre grosse Virtuosität erneut unter Beweis stellten, und nach dem begeisterten und lang anhaltenden Applaus zu einer Zugabe bereit waren.

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