In den Strassen statt auf dem Sofa

Liestal Die 20. Austragung der Kulturnacht «Lichtblicke» zog ein breites Publikum an

Vor dem Jugendzentrum entstanden Graffiti-Kunstwerke.Fotos: S. Moor

Vor dem Jugendzentrum entstanden Graffiti-Kunstwerke.Fotos: S. Moor

«Blackberry» im Guggenheim.

«Blackberry» im Guggenheim.

Feuershow von «Baden Brennt».

Feuershow von «Baden Brennt».

Liestal Die 20. Austragung der Kulturnacht «Lichtblicke» zog ein breites Publikum an

Was gibt es Schöneres, als an einem kalten Samstagabend gemütlich auf dem Sofa Weihnachtsguetzli zu geniessen? Eine Antwort lieferte die Liestaler Kulturnacht, die am 29. November bereits zum 20. Mal stattfand. Der Anlass bot ein vielseitiges Programm für Jung und Alt: Über 100 Attraktionen im und rund ums Stedtli lockten Besucherinnen und Besucher mit Konzerten, Kurzfilmen und interaktiven Angeboten an.

Für die Kleinsten begann der Event schon um 16 Uhr im Schulhaus Rotacker. Dort konnten Kinder in einem Workshop Zirkusdisziplinen wie Jonglage und Akrobatik ausprobieren und zeigten ihre neuen Fähigkeiten später in einer kleinen Show – sehr zur Freude der Eltern.

Mit zunehmender Dunkelheit erwachte auch der Rest des Programms zum Leben. In der Allee vor dem Jugendzentrum durften Besucherinnen und Besucher selbst zur Spraydose greifen – die zunächst völlig weisse Wand verwandelte sich innert kurzer Zeit in eine bunte Sammlung kleiner Graffitikunstwerke.

Gleich daneben fand um 19 Uhr die erste von zwei Feuershows der Gruppe «Baden Brennt» statt. Das Team heizte nicht nur die Umgebungstemperatur spürbar an, sondern auch die Stimmung des Publikums. Mit eindrucksvollen Soloeinlagen und einer beeindruckenden Leichtigkeit im Umgang mit Flammen begeisterten die Artisten Gross und Klein.

Das Kulturhotel Guggenheim und das Ziegelhofareal unterhielten die Menschen rund um die Uhr mit zahlreichen Konzerten. Um 20 Uhr trat die Band «Blackberry» im Guggenheim auf. Die vier jungen Musiker/-innen spielten Covers sowie einige selbst geschriebene Songs. Die Pianistin Jana war bei den meisten Songs die führende Stimme und wurde dabei von den drei jungen Herren am Schlagzeug, dem E-Bass sowie der E-Gitarre begleitet. Bei einem Lied durfte auch der Gitarrist Colin dem Publikum seine Stimme vorstellen.

Nur wenige Meter entfernt wurde es um 21 Uhr ein erstes Mal so richtig fasnächtlich in Liestal. Die Milchgugge legte einen Auftritt hin und spielte dabei einige Schweizer Klassiker wie «Charlotta» oder «Can You English Please». Das diesjährige Fasnachtssujet wollte die Gugge dann aber noch nicht vorstellen, so spielte die Gugge etwas ungewohnt ohne Larve und ohne Kostüm. An der kommenden Fasnacht feiert die Milchgugge sowie die Laternenschränzer ihr 45-Jahre-Jubiläum.

Die 20. Austragung der Kulturnacht hat die Leute begeistert und ein breites Publikum in die Liestaler Strassen gezogen. Ein Festgelände mit DJ und Musik sorgte auch bei vielen Jugendlichen für gute Stimmung.

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