Cherus bis in die Morgenstunden
Frenkendorf Viel Volk beim Holzchalet auf dem Dorfplatz

Am Cherus in Frenkendorf war es trocken und der Dorfplatz war rasch mit fröhlichen Leuten gefüllt, die friedlich den Abschluss der Fasnacht 2026 feierten. Draussen gab es Warteschlangen, denn die Besucherzahl war limitiert. «Für mich ist es eine grosse Freude und ein Privileg, am Cherus so viele Leute zu sehen», sagte Andreas Buser, der den Cherus vor 15 Jahren ins Leben rief.
«Das Fasnachtskomitee setzt sich aus Vertretungen von drei Vereinen zusammen», erklärte Simon Leuenberger, der seit acht Jahren Präsident des Fako ist. Das Komitee organisiert den grossen Umzug am Montag, den Kinderumzug am Mittwoch und den Cherus am Freitagabend. Mit dem Besucheraufmarsch am Cherus ist er sehr zufrieden, denn der Anlass ist ausverkauft. Der Eintritt ist mit zehn Franken bescheiden und die Konsumationspreise sind moderat. Die Verpflegung und alles andere wird durch lokale Vereine und Organisationen erledigt.
Stark lobte Leuenberger die grosse Unterstützung der Gemeindeverwaltung. «Das ist ein riesengrosser, wertvoller Gefallen.» Die Fasnacht ist das grösste Fest im Dorf. An den Umzug kommen 4500 Leute. Dort hilft die lokale Feuerwehr mit zehn Personen und stellt sicher, dass keine Autos in den Umzug fahren.
Da die Komiteemitglieder super Beziehungen in der Region haben, kontaktieren sie die Guggenmusigen jeweils sehr früh. Den Auftakt machten um 20 Uhr die «Sambaschränzer» aus Bubendorf. Nach jeweils 15 Minuten Pause formierte sich die nächste Band auf der hell beleuchteten Bühne. Die Beizen hatten immer offen und zwischen den Guggen tönten Schlager und Discomusik aus dem Holzchalet. Dann nahm Speaker und Conférencier José das Mikrofon wieder in die Hand und kündigte unüberhörbar die «Fränkeschränzer» an. Er war eine Unterhaltungsnummer für sich. Von der Ansage der Guggen bis zu Geburtstagsgratulationen hatte er die Übersicht.
Mit den «Schlappschwänz» konzertierte die erste einheimische Gugge. Die Zuschauer waren in Stimmung und verlangten Zugaben. Nach neun Guggen beendeten die «Au Rugger» aus Niederdorf gegen ein Uhr morgens die Guggensession. Das Fest war aber noch nicht fertig. Wer wollte, feierte noch weiter in die Nacht hinein und verscheuchte die Fasnacht endgültig.


