Sopranistin und Quintett begeisterten

Frenkendorf Stabat mater dolorosa von Luigi Boccherini 

Sopranistin Christina Lang singt Stabat Mater von Luigi Boccherini. Foto: P. Aenishänslin

In der reformierten Kirche Frenkendorf fand am Sonntagabend, 3. November, ein Konzert mit zwei Werken von Luigi Boccherini aus den Jahren 1781 und 1800 statt. Zuerst spielten Maria Bischof, Violine I, Julia Krüger, Violine II, Edi Ebersold, Viola, und Susanne Widmer, Cello, als Ouvertüre das Streichquartett Opus 27, Nr. 2, dieses italienischen Komponisten des ausgehenden 18. Jahrhunderts (1743–1805), der für seine vielen Streichquartette und Quintette berühmt ist.

Dann kam das Stabat Mater für Solosopran und Streichquintett f-moll Opus 61 zur Aufführung. Die Sopranistin Christina Lang musizierte mit dem gleichen Streichensemble, das zuerst im Einsatz gewesen war, verstärkt durch Susi Grünenfelder, Kontrabass. Wie Christina Lang einleitend erklärte, gibt es zahlreiche Vertonungen des mittelalterlichen Gedichts Stabat Mater dolorosa in lateinischer Sprache, dessen erster Vers auf Deutsch übersetzt lautet «Stand die Mutter (Maria) voller Schmerzen, weinend aus zerrissenem Herzen, wo ihr Sohn (Jesus) am Kreuze hing». Besonders bekannt sind zum Beispiel die Vertonungen von Pergolesi, Verdi und Dvorak. Das Stabat mater dolorosa von Luigi Boccherini, bestehend aus elf Teilen, Versen beziehungsweise Strophen, ist weniger bekannt und wird auch viel weniger aufgeführt, aber hat, wie die Sopranistin betonte, seinen eigenen musikalischen Reiz. Auffallend ist, dass jedes einzelne Streichinstrument, dass die Sopranstimme begleitet, zur Geltung kommt. So zum Beispiel das Cello, welches beim sechsten Vers zuerst die Melodie vorgibt, welche dann die Sopranstimme aufnimmt. Boccherini hat bei Aufführungen seines Stabat Mater zu seinen Lebzeiten selbst das Cello gespielt.

Dann kam die Sopranistin Christina Lang selbst zum Einsatz. Sie überzeugte einmal mehr mit ihrer vollen, weichen und tragenden Stimme von Anfang bis Ende, während allen elf Versen dieses Gedichts in lateinischer Sprache. Sie meisterte alle Passagen mit absoluter Sicherheit, auch die höchsten Töne, und dies erst noch auswendig und in totaler Präzision. Das sie begleitende fünfköpfige Streichensemble stand ihr in nichts nach punkto Professionalität und Qualität. Das gemeinsame Resultat war eine begeisternde Wiedergabe des Stabat mater dolorosa von Luigi Boccherini. Die vielen Besucher dieser exzellenten Aufführung dankten es Christina Lang und ihrem Ensemble mit lang anhaltendem Applaus, und hatten dann auch noch Gelegenheit, die Sopranistin zu ihrer grossartigen Darbietung selbst zu beglückwünschen.

Weitere Artikel zu «Region Liestal», die sie interessieren könnten

Martin Strübin, Leiter Tiefbau Stadt Liestal. Fotos: E. Bachmann
Region Liestal07.07.2026

Wasser, Strassen- und Grünpflege für ein vitales Stedtli

Liestal Aufgaben des Bereichs Tiefbau der Stadt Liestal
Der freigelegte Innenhof lässt Licht ins Restaurant und bietet Platz für die Balkone, die zu den Wohnungen gehören.Foto: M. Schaffner
Region Liestal30.06.2026

Magische Zusammenarbeit

Schützenstube Liestal Denkmalpflege und Bauherrschaft gingen Hand in Hand
Die Band Gutter Queens unterhielt das Publikum am Samstagabend.Foto: zVg
Region Liestal30.06.2026

Highlights in grosser Bandbreite

Open Air 4. Bertha Festival im Ziegelhofareal in Liestal