Der sympathische Sänger aus dem Bündnerland

Langenbruck Der Waldenburger Pfarrhauskeller gastierte in der Revue

Walther Lietha – ein kritischer Troubadour. Foto: B. Eglin
Walther Lietha – ein kritischer Troubadour. Foto: B. Eglin

Walter Lietha schritt zur Bühne in der Revue Langenbruck und begrüsste sein Publikum mit einer Verbeugung und gefalteten Händen. Schon 2006 und 2017 war Lietha Gast im Pfarrhauskeller. Mit «Er ist ein Geschichtenerzähler, Dichter, Poet und hervorragender Gitarrenspieler», wurde der Mundartsänger vorgestellt. «Jo, das längt», meinte er dazu.

Er setzte sich auf einen Stuhl, nahm eine seiner fünf akustischen Gitarren und spielt ein Intro zu seinem ersten Lied. Jeans, Jeanshemd, passende Jacke, lange graue Haare und eine Stimme, die immer noch ziemlich gleich tönt wie vor Jahrzehnten – alles passt zu seinen Texten. Seine ersten sechs Lebensjahre verbrachte Lietha in Arlesheim. Noch heute kennt er Leute im Waldenburgertal. Er nahm alle seine Gitarren mit, weil er keine daheim lassen wollte. Sie seien auch eifersüchtig aufeinander und jede hat eine besondere Funktion und Bedeutung. «Si isch ganz elei uf eme Estrig gsi und ganz verstaubt. Es het se eifach niemer wölle und me het se 100 Johr nüme gspielt», erzählte er über eine seiner Gitarren. Im letzten Jahr bekam er den Bündner Kulturpreis und das Schweizer Fernsehen drehte sogar einen Film über ihn, nachdem er von SRF viele Jahre boykottiert wurde.

Liethas Lieder sind Geschichten, die Themen wie das Leben, die Natur und die Politik mit all ihren Facetten aufgreifen. Seine Stimme tönt sanft und angenehm und man glaubt ihm, was und worüber er singt. Viele Themen behandeln Natur und Umwelt und er regt zum Nachdenken an. Er erinnert an die Protestsänger aus früheren Zeiten, die ihre Welt verbessern wollten und den Oberen den Spiegel vorhielten. In «Zyt isch do» erzählte Lietha vom Missbrauch der Natur und von der Freiheit.

Seine Lieder sind ernst und tiefgründig. Zwischendurch schwirrt aber doch ein verschmitztes Lächeln über sein Gesicht.

Damit er sich regenerieren konnte, legte Lietha eine Pause ein. Danach schilderte er die Probleme mit und von «Dia Fahrenda». «Delphin» ist heute so aktuell wie vor 50 Jahren, als er dieses Lied schrieb. Lietha liebt sein Graubünden und kritisierte in «Rhäzia» den Ausverkauf der Heimat und dass zur Natur nicht Sorge getragen wird. Das Ende des Konzertes nahte und mit den letzten beiden Songs erfüllte er zwei Publikumswünsche.

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