Frühlingsmarkt mit speziellem Charme

Waldenburg Sympathische Vielfalt am Frühlingsmarkt «Waldenburg Natürlich»

Einmarsch der Dachlukespinner-Clique Oberdorf.
Einmarsch der Dachlukespinner-Clique Oberdorf.

Während die grossen Märkte mittlerweile enorme Menschenmassen anlocken und einen gewissen Dichtestress auslösen, kommen am Frühlingsmarkt «Waldenburg Natürlich» eher wohlige Gefühle und eine stimmungsvolle Gemütlichkeit auf. So auch an der diesjährigen, mittlerweile 29. Ausgabe, an der sich bei frühsommerlichen Bedingungen rund 40 Ausstellende präsentierten.

Das breite Angebot im historischen Stedtli reichte von diversen lokalen und regionalen Produkten kulinarischer Art über Schmuck, Handarbeiten, einen Korbflechter, Gesundheit, das Repair-Café und den Wildpflanzenmarkt bis hin zu einer Ausstellung zum Thema «Bauer» und den beliebten Fahrten mit der Waldenburgerbahn im Kleinformat. Kurzum: der grösste Frühlingsmarkt des Waldenburgertals bot für Alle etwas und entpuppte sich auch als zwischenmenschlich wertvolle Plattform.

Markt-Zukunft ist ungewiss

Anlässlich des offiziellen Eröffnungsapéros, musikalisch umrahmt von der Alphorngruppe Onoldswil und fasnächtlichen Klängen der Dachlukespinner-Clique Oberdorf, konnte Beat Feigenwinter als Marktchef ad interim zahlreiche Gäste begrüssen, darunter auch eine Delegation aus dem rund 800 Kilometern entfernten Waldenburg im deutschen Bundesland Sachsen. Feigenwinter bedankte sich bei allen Teilnehmenden und seinen Helferinnen und Helfern im Arbeitskreis «Frühlingsveranstaltung», welcher für die Organisation verantwortlich ist.

Die Zukunft des Frühlingsmarktes Waldenburg präsentiert sich aktuell jedoch reichlich ungewiss. Feigenwinter hatte seinen Rücktritt bereits vor Jahresfrist angekündigt und engagierte sich in diesem Jahr definitiv zum letzten Mal. «Ich habe diesen Markt nun 29 Mal organisiert, das reicht. Nun ist Schluss und ich möchte diesen Job übergeben. Es ist keine Hexerei, braucht ein gewisses Organisationstalent und etwas Erfahrung im Umgang mit dem Computer», so Feigenwinter. Der finanzielle Erlös des Marktes kommt auch in diesem Jahr einer guten Sache zugute.

Check-Übergabe

Der Brunnen an der Waldenburger Hauptstrasse ist schon seit einiger Zeit defekt. Um diesen zu sanieren, übergab Feigenwinter der Waldenburger Gemeindepräsidentin Andrea Sulzer einen Check über 3500 Franken. Diese bedankte sich herzlichst für das grosszügige Geschenk und lobte das Marktteam in den höchsten Tönen. «Dieser Markt ist immer ein schöner Begegnungsmoment und ein Geschenk für Waldenburg. Und ihr wusstet schon vor bald 30 Jahren, was Nachhaltigkeit bedeutet», so Andrea Sulzer. Es herrscht(e) also viel Sonnenschein rund um den Waldenburger Frühlingsmarkt. Bleibt die Hoffnung, dass sich möglichst bald ein neuer Marktchef oder eine neue Marktchefin finden lässt.

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