Hölstein und Lampenberg wollen Verwaltungen zusammenlegen
Lampenberg Idee der Behörden der Behörden ist «super» aufgenommen worden

Die Gemeindebehörden von Hölstein und Lampenberg haben am Montag in Foyer der Mehrzweckhalle Lampenberg darüber informiert, unter welchen Bedingungen die beiden Verwaltungen der Gemeinden zusammengelegt werden können. Sie stellten im Rahmen der Vorbereitung für die richtungsweisenden Gemeindeversammlungen ihre Analyse respektive den Prüfbericht der Arbeitsgruppe vor. Der Informationsabend in Lampenberg wurde gewürdigt und das Vorhaben als «super» bezeichnet.
Das Ganze sei sehr gut aufgegleist worden, kommentierte etwa ein Besucher; ein anderer hielt fest, dass mit der Zusammenlegung der beiden Verwaltungen fraglos ein Mehrwert für beide Gemeinden beziehungsweise ein gemeinsamer Nutzen geschaffen werden könne.
Die Lampenberger Gemeindepräsidentin Charlotte Gaugler sagte, dass die nunmehr durch eine Arbeitsgruppe formulierte Vereinbarung in Bezug der Zusammenlegung der Verwaltungen nicht aus dem Nichts entstanden sei. Die Ausgangslage sei unter anderem ein akuter Personalmangel infolge Krankheit und Kündigung vor zwei Jahren gewesen. «Vor gut einem Jahr haben wir deshalb bei der Gemeinde Hölstein um Unterstützung gebeten.» Es folgte die Einigung, auch aufgrund positiver Erfahrungen in der bisherigen Zusammenarbeit auf Stufe Bauverwaltung, würdigte Gaugler die fairen wie konstruktiven Gespräche mit der Nachbargemeinde.
Zurzeit ist die Situation so, dass in Kombination mit der Gemeinde Hölstein eine Person gefunden werden konnte, welche für beide Verwaltungen arbeite, kommentierte Gaugler weiter, um klarzustellen, dass aktuell nur das Tagesgeschäft umsetzbar sei.
Am Montag zeigte sich am Informationsabend auch deshalb schnell, dass eine Zusammenlegung der Verwaltung quasi eine unverzichtbare Tatsache darstellt. Kurz und gut: Lampenberg ist faktisch nicht mehr in der Lage, seinen Betrieb aufrecht zu erhalten.
Als Argument für eine gemeinsame Verwaltung wurde unter anderem gesagt, dass Hölstein deutlich mehr Schalterstunden und Telefonzeiten anbieten könne. Zudem könne, so Andrea Heger, Hölsteins Gemeindepräsidentin, inskünftig in beiden Gemeinden Kosten gespart werden. Heger nannte als Beispiele den Abbau von Doppelstrukturen, etwa beim Personal und bei der IT-Beschaffung.
Dass inskünftig eine bessere Spezialisierung Tatsache werden wird, war bei den gut 40 Besucherinnen und Besucher ebenfalls unbestritten. Alles in allem: Gaugler wie Heger zeigten sich überzeugt davon, dass es letztlich nur Gewinnerinnen geben wird.
Aktuell ist das Vertragswerk beim Kanton zur Vorprüfung. Die Vorlage soll kommenden Monat den Gemeindeversammlungen zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Beide Gemeinderäte rechnen mit einer Zustimmung durch den Souverän, so dass die gemeinsame Verwaltung voraussichtlich auf den 1. April am Standort Hölstein starten kann. An einem Ort, wo seit einem Jahr bereits faktisch problemlos zusammengearbeitet wird.
Der Informationsabend zeigte auf, dass die Bevölkerung dem Projekt sehr wohlwollend gegenüber steht. Die Zustimmung im März an den «Gmeinis» darf erwartet werden.


