Muheims private Hochzeitsgeschichte

Waldenburg Ein unterhaltsamer Abend mit Geschichten und Liedern

Dominik Muheim erzählt seine Geschichten Fotos: B. Eglin
Dominik Muheim erzählt seine Geschichten Fotos: B. Eglin

Es ist amüsant und sehr unterhaltsam, wenn man Dominik Muheim einen Abend lang zuhören darf. Der scharfe Beobachter bringt sein Publikum mit Alltagsepisoden zum Lachen. Aber nicht nur die Texte erheitern, auch seine Mimik gehört dazu und vervollständigt das Bild.

Die Show im Pfarrhauskeller war bis auf den letzten Platz besetzt. Eintritt wurde nicht verlangt. Jeder gab nach der Vorstellung, was er wollte.

Muheim betrat die Bühne in dunkler Hose und schwarz-weiss quergestreiftem T-Shirt. An seiner Teetasse war der Henkel abgebrochen. Die Geschichte seines Programms «Soft Ice» ist ziemlich privat. Deshalb meinte er schelmisch dazu, dass sie «unter uns bleiben sollte».

Eine Besucherin hätte besseres zu tun, als hier zu sein, erzählte Muheim in seiner Geschichte, die von Hochzeit und Weltuntergang handelt. Sie bekam den Abend aber als Weihnachtsgeschenk und wurde mitgeschleppt. Dann schilderte er seine behütete und schöne Kindheit ganz oben im Feuflibertal.

Das Publikum erfuhr, dass der erste Mensch auf dem Mond ein Schweizer war. Seinen Beruf als Primarlehrer wählte er, weil er schon immer gerne laminierte! Das Publikum lachte.

«Ehe ist nichts anderes als eine Schutzeinrichtung für hilflose Männer», sagte seine Jugendfreundin Lina zu Dominik ein Jahr vor ihrer Hochzeit. Jetzt sass sie bei ihm am Küchentisch und bestimmt ihn zum Trauredner. In der Schule besuchte der junge Muheim den Peacemakerkurs mit dem Zweck, Streit zu schlichten. Doch schon beim ersten Konflikt verhielt er sich, wie im Kurs gelernt, Schweiz-konform komplett neutral!

Nach der Pause erschien Muheim in einem farbigen Hemd. Er studierte immer noch an der Hochzeitsrede herum, die legendär werden sollte. Als Optimist und lernresistent wie ein Backstein zögerte er das Schreiben hinaus und schweifte von Thema zu Thema. Das Publikum lachte viel und laut und an Applaus wurde nicht gespart. Seine Geschichten sind aus dem Alltag gegriffen, überspitzt erzählt und mit seinem typischen Schmunzeln und Lachen. «Was gibt es stärkeres als zwei Menschen, die sich kennen und heiraten», fragte er?

Plötzlich dröhnte ein Boiler. Zuschauer wurden nervös und kümmerten sich darum. Muheim sagte, es störe nicht. Noch mehr Leute standen auf und machten das Licht an. Muheim sprach ein Machtwort: «Das stört.» Sie setzten sich und das Programm ging weiter.

Die Hochzeitsgesellschaft artete aus, da die Gäste sehr unterschiedlich waren. Am Schluss beruhigten sich alle und das Fest endete friedlich.

Zu Dominik sagte die frisch verheiratete Braut Lina: «Gäll, die Gschicht verzellsch eifach nit uf dr Bühni, süst ghei dr e brennende Pingpongball in Briefchaste.» Insider verstanden die Pointe. Das Publikum klatschte sehr lange und begeistert. Zum Abschied gabs den Soft Ice Song. Dann war der sehr lustige Abend fertig und es ging zum Apéro mit Zopf, wo der Künstler mit dem Publikum sprach und Bücher signierte.

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