Ein Tag voller Spass, Bewegung und Energie

Lausen 43. Kantonaler Sporttag für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung  

Dabei sein und Freude am gemeinsamen Sport zu haben, 
         
         
            lautet das Credo vom kantonalen Sporttag. Fotos: S. van Riemsdijk

Dabei sein und Freude am gemeinsamen Sport zu haben, lautet das Credo vom kantonalen Sporttag. Fotos: S. van Riemsdijk

Mit grossem Einsatz wurde um die Bestleistung gekämpft. Foto: zVg

Mit grossem Einsatz wurde um die Bestleistung gekämpft. Foto: zVg

Beim Wassertransport war höchste Konzentration gefordert.

Beim Wassertransport war höchste Konzentration gefordert.

Dabei sein ist alles, so lautete auch dieses Jahr das Credo des 43. kantonalen Sporttags für Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung am letzten Samstag auf den Sportanlagen Stutz in Lausen. Der Sporttag bietet die Möglichkeit, die sportlichen, kreativen und künstlerischen Fähigkeiten der Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung zu nutzen und damit zur Bereicherung einer inklusiveren Gesellschaft beizutragen. Unter dem Patronat des Vereins Insieme Baselland konnten sich die 71 Teilnehmenden bei warmer sommerlicher Witterung in verschiedenen Gruppen- und Einzeldisziplinen in entspannter inklusiver Atmosphäre mit anderen messen und mit Freude an der Bewegung sich spielend nach Herzenslust ausleben. Dabei ging es in den angepassten Disziplinen wie Zielentwurf, Frisbee, Unihockey-Slalom, Cornhole, Matten-Transport, Ballwerfen, Memory-Lauf und Wasserträger-Lauf um Geschicklichkeit, Konzentration, Ausdauer und Schnelligkeit.

Ein grosser Stellenwert im Jahreskalender

«Der kantonale Sporttag soll ein Tag voller Freude, Bewegung und Begegnungen sein», sagt Katja Epple, Verantwortliche für Kommunikation und Marketing bei Insieme Baselland. «Es geht dabei nicht um Höchstleistungen, sondern darum, gemeinsam aktiv zu sein und miteinander unvergessliche Momente zu erleben.» Mit ansteckendem Elan und einer erfreulichen sportlichen Fairness, mit der allen begegnet wurde, zeigten die Sportlerinnen und Sportler trotz der Hitze mit einer Portion gesundem Ehrgeiz einen grossen Einsatz und kämpften um jede Bestleistung. Der Sporttag hat im Leben der teilnehmenden Menschen aus den Kantonen Baselland, Basel-Stadt und Solothurn einen hohen Stellenwert. Dazu Epple: «Für sie ist der Tag ein fest eingeplanter Höhepunkt im Jahreskalender. Alle gehen als Sieger nach Hause und alle bekommen am Ende, bei der Rangverkündigung, eine Medaille.»

Kampf um jede Bestleistung

Mit dem Sportbetrieb wird die körperliche und geistige Fitness aktiviert und gestärkt und trägt dazu bei, das Wohlbefinden und die Selbstwahrnehmung zugleich zu steigern.

Schon in diesem Sinne war der Sporttag, der seit 1981 durchgeführt wird, für alle wieder ein grosser sportlicher und zwischenmenschlicher Erfolg, während eine kleine Festwirtschaft und ein reichhaltiges Mittagessen in der Mehrzweckhalle für das kulinarische Wohl sorgte. Der Nachhaltigkeitswert eines solchen Sporttags ist eigentlich nicht messbar. «Sicher ist, dass die Erlebnisse weit über den Tag hinauswirken, indem sie Begegnungen schaffen, Freundschaften stärken und den Menschen mit oder ohne Beeinträchtigung die Möglichkeit bieten, sich als Teil einer Gemeinschaft zu erleben und Berührungsängste abzubauen», so Epple. Die selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe («Inklusion») aller Menschen mit oder ohne kognitive Beeinträchtigung im sportlichen Bereich ist zwar schon fortgeschritten, «dennoch gibt es Potenzial, noch selbstverständlicher gemeinsam Sport treiben zu können», führt Epple aus.

Der traditionelle kantonale Sporttag liefert dazu Jahr für Jahr mit Hilfe von etwa 65 engagierten freiwilligen Helferinnen und Helfern einen grossen Beitrag, wie am letzten Samstag in Lausen wieder unverkennbar bestätigt wurde.

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