Ein Tag voller sportlicher Begegnungen

Lausen Zum 44. Mal Kantonaler Sporttag des Vereins Insieme Baselland

Das Aufwärmen vor den Wettkämpfen gehört einfach dazu. Fotos: S. van Riemsdijk

Das Aufwärmen vor den Wettkämpfen gehört einfach dazu. Fotos: S. van Riemsdijk

Das sportliche Vergnügen stand im Mittelpunkt.

Das sportliche Vergnügen stand im Mittelpunkt.

Alle Jahre wieder. Und trotzdem immer noch ein einzigartiges Erlebnis für Menschen mit oder ohne kognitive Beeinträchtigung: der kantonale Sporttag unter dem Patronat des Vereins Insieme Baselland. Der Sporttag wurde am letzten Samstag bei sommerlicher Witterung auf der Sportanlage Stutz in Lausen zum 44. Mal durchgeführt. Er wird seit 1981 realisiert und ist in den Jahreskalendern der Teilnehmenden aus den Kantonen Baselland, Basel-Stadt und Solothurn auch nach so vielen Jahren immer noch als Highlight rot umrandet. Der Sporttag ist seit eh und je ein Ereignis voller Bewegung, Emotionen, Spiel und Gemeinschaft und in der Austragung nur dank der Mithilfe von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern überhaupt möglich.

Freude an der Bewegung

Katja Epple, Verantwortliche für Kommunikation und Marketing bei Insieme Baselland sagt: «Nicht die sportliche Leistung steht an diesem Tag im Vordergrund, sondern die Freude an der Bewegung, das gemeinsame Erlebnis und die Begegnungen.» Und schiebt nach: «Jede und jeder kann mitmachen und sich auf die eigenen Möglichkeiten konzentrieren.» Dabei sein und gemeinsam unvergessliche Momente zu erleben ist an diesem Tag das höchste sportliche Gut. In verschiedenen spielerischen Gruppen- und Einzeldisziplinen wurde vorbildlich und mit einer spielerischen Ernsthaftigkeit in Disziplinen wie unter anderem Frisbee, Unihockeyslalom, Matten-Transport, Ballwerfen oder Wasserträger-Lauf um die Ehre gekämpft. Die Rangliste ist nur zweitrangig, es gibt bei diesem Wettbewerb keine Verliererinnen und Verlierer. Die Teilnehmenden treffen dabei Menschen, die sie teilweise schon seit Jahren kennen, feuern sich gegenseitig an und verbringen einen Tag, an dem einfach die Freude an der Gemeinsamkeit und am Sport im Mittelpunkt steht.

Vertraute Abläufe sind wichtig

Auch dieses Jahr fand der Sporttag in unverändert bewährtem Rahmen statt, eine wichtige Komponente in der Austragung. Dazu Katja Epple: «Das vertraute Konzept kommt bei den Teilnehmenden sehr gut an. Gerade für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung können vertraute Abläufe und bekannte Gesichter wichtig sein.» Gleichzeitig wird jedes Jahr geschaut, ob Anpassungen sinnvoll sind, damit möglichst alle gut teilnehmen können.

Der Verein macht sich dabei ebenso Überlegungen, wie sich der Sporttag im Rahmen der Inklusion vielleicht weiterentwickeln könnte. «Dabei denken wir, wie sich der Anlass für weitere Menschen öffnen liesse – beispielsweise für Familien oder andere Vereine. Solche Ideen sind vorhanden und werden geprüft», so Katja Epple.

Sich auf Menschen einlassen

Die Inklusion schreitet in der Gesellschaft allmählich voran, auch wenn es noch viel zu tun gibt. «Es hat sich einiges verändert und es gibt heute mehr Offenheit und Bewusstsein. Wenn Menschen sich kennenlernen, gemeinsam etwas erleben und Zeit miteinander verbringen, entstehen ganz selbstverständlich Verständnis und Nähe.»

Der traditionelle Sporttag bietet in diesem Sinne eine einzigartige Möglichkeit Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen zu bringen. Dazu braucht es vor allem Offenheit, Freude an Begegnungen und die Bereitschaft, sich auf Menschen einzulassen. Alle Teilnehmende bekamen am Schluss als Andenken und als Belohnung für ihren Einsatz eine Medaille.

Eine kleine Festwirtschaft und ein reichhaltiges Mittagsessen in einer musikalischen Umrahmung rundeten den wieder gelungenen Anlass in der Mehrzweckhalle ab.

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