Im Heute angekommen

Baselland Das sanierte Regierungsgebäude in Liestal ist eingeweiht worden

Die neue «Wandelhalle».

Die neue «Wandelhalle».

Der Landratssaal hat seinen Charakter behalten.

Der Landratssaal hat seinen Charakter behalten.

Zeitgemäss: das Regierungsratszimmer.

Zeitgemäss: das Regierungsratszimmer.

Empfang vor der strahlenden Fassade: Projektleiter Jonas Wirth, Kantonsarchitekt Marco Frigerio, Regierungspräsidentin Monica Gschwind, Landratspräsident Pascal Ryf, Regierungsrat Isaac Reber, Landschreiberin Elisabeth Heer Dietrich (v. l.). Fotos: M. Schaffner

Empfang vor der strahlenden Fassade: Projektleiter Jonas Wirth, Kantonsarchitekt Marco Frigerio, Regierungspräsidentin Monica Gschwind, Landratspräsident Pascal Ryf, Regierungsrat Isaac Reber, Landschreiberin Elisabeth Heer Dietrich (v. l.). Fotos: M. Schaffner

Über ein Jahr lang war der Zugang zum Baselbieter Regierungsgebäude mit Baustellenmaterial und Abschrankungen versperrt. Was im Innern vor sich ging, sah man von aussen nicht. Am Dienstag ist der sanierte Bau eingeweiht worden und ab heute Donnerstag hält das Kantonsparlament seine Sitzungen wieder am angestammten Ort ab. Auch die Landeskanzlei und die Sicherheitsdirektion werden in den kommenden Wochen vom Provisorium im ehemaligen Lehrer/-innen-Seminar zurück ins Regierungsgebäude zügeln.

Als Erstes fällt die frische, helle Fassade auf, beim genaueren Hinsehen die historisch rekonstruierten, aber funktionsmässig modernisierten Fenster. Auch im Innern halten sich Moderne und Tradition die Balance: zeitgenössische Raumqualität bei gleichzeitigem Respekt für das Gewachsene. Vor allem hat das Regierungsgebäude seine altbackene Muffigkeit abgelegt. Überflüssiges Amtsstuben-Mobiliar und störende Elemente wurden entfernt, darunter die würfelförmige Abstimmungsanzeige an der Decke des Landratssaals. Helles Eichenholz und diagonal verlegte Bodenplatten schaffen Einheitlichkeit, ebenso die Beschriftungen in goldenen Buchstaben, die sich an den Schriftzug «Regierungsgebäude» an der Fassade anlehnen. Augenfällig sind die ausgewählten Kunstwerke – Malerei, Skulptur, Installation, digitale Kunst – aus der Sammlung des Kantons, die das Interieur in die aktuelle Zeit holen, immer im Dialog mit dem Historischen. Der Landratssaal hat hingegen seinen 60er-Jahre-Charakter behalten. Nur die Touchscreens an den Plätzen sind neu sowie die Kameras, mit denen die Sitzungen nun als Video gestreamt werden können. Neu ist es zudem möglich, mit dem Rollstuhl in den Landratssaal zu fahren.

Für Landratspräsident Pascal Ryf besteht der grösste Mehrwert darin, dass die engen Vorzimmer zusammengelegt und in eine «Wandelhalle» umfunktioniert wurden. Insgesamt wurde die Anzahl Sitzungszimmer erhöht, so dass nun beispielsweise alle Fraktionssitzungen im Haus stattfinden können. Nicht direkt sichtbar, aber ebenso wichtig ist die Erneuerung der Gebäudetechnik.

Neu ist auch, dass Besucher/-innen sich nicht mehr frei bewegen können, sondern sich anmelden müssen. Das Sicherheitskonzept mit Badge-System lässt jedoch einiges an Flexibilität zu. So bleibt die Tribüne weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich.

Landrats-Livestream: 13. Juni, ab 10 Uhr, bl.ch > Politik und Behörden > Landrat > Sitzungen > Videostream

Tag der offenen Tür: 10. August

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