Petitionen für die schwächsten Kinder

Gegen Sparpläne Knapp 2000 Unterschriften

Die offizielle Übergabe der beiden Petitionen vor dem Regierungsgebäude in Liestal an die Baselbieter Landschreiberin Elisabeth Heer Dietrich (links vorne).  Foto: M. Stöcklin
Die offizielle Übergabe der beiden Petitionen vor dem Regierungsgebäude in Liestal an die Baselbieter Landschreiberin Elisabeth Heer Dietrich (links vorne). Foto: M. Stöcklin

Dieser Tage entschied der Baselbieter Landrat über einen Budgetantrag, welcher für die Zukunft der heilpädagogischen Schulen und die Entlastung betroffener Familien entscheidend war. Vor etwas mehr als einem Jahr hatte die Regierung bekanntgegeben, dass sie plane, das Budget für Sonderschulen ab 2027 jährlich um rund 4,7 Millionen Franken zu kürzen.

Dagegen regte sich nun breiter Widerstand. Die Elterngruppe für Familienentlastung im Baselbiet lancierte zwei thematisch ähnliche Petitionen, welche mit insgesamt 1974 Unterschriften übergeben wurden. Die eine Petition fordert endlich Entlastung für Familien mit behinderten Kindern im Baselbiet, die andere «keine Sparmassnahmen an den Heilpädagogischen Schulen auf dem Rücken beeinträchtigter Kinder».

Menschlich und finanziell tagtäglich am Limit

Es ist eine Tatsache, dass im Baselbiet viele Familien mit beeinträchtigten Kindern schon heute menschlich und auch finanziell tagtäglich am Limit stehen. Mit der von der Regierung geplanten Budgetkürzung würde sich dies noch zusätzlich verschärfen.

So waren auf den anlässlich der Petitions-Übergabe mitgeführten Transparenten unmissverständliche Parolen zu lesen wie «Eigenständigkeit stärken, Familien schützen», «Chancengleichheit für alle», «Sonderschule retten» oder «Prävention statt Folgekosten». Vor Ort waren mit Juliana Weber Killer und Andreas Bammatter auch zwei Landräte (beide SP).

Klares Zeichen der Baselbieter Bevölkerung

Diese 2000 Unterschriften seien ein klares Zeichen der Baselbieter Bevölkerung, dass sich etwas bewege. «Und die Einsparungsidee entstand auf der Basis von falschen Berechnungen», sagte Tobias Ammann von der Elterngruppe. Es gäbe schon heute kaum geeignete Therapiestunden und würden die Mittel gekürzt, könne sich ein beeinträchtigtes Kind erst recht nicht so entwickeln wie ihm dies gemäss dem Behinderten-Gleichstellungsgesetz zustehen würde, so Ammann weiter. Es gehe darum, Kürzungen mit gravierenden Folgen zu verhindern.

Dass es dem Baselbiet zwischenzeitlich deutlich besser geht als noch vor einem Jahr befürchtet, stimmt die Gruppe, welche die Petitionen überreichte, vorsichtig zuversichtlich, dass der Landrat ihr Anliegen positiv bewertet.

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