Die Nacht auf über 200 Seiten

Druckfrisch Vernissage zum Baselbieter Heimatbuch 35

Die 35. Auflage des Baselbieter Heimatbuchs ist erschienen.Foto: Timea Lütte

Die 35. Auflage des Baselbieter Heimatbuchs ist erschienen.Foto: Timea Lütte

Einige der Autorinnen und Autoren des Baselbieter Heimatbuchs 35 an der Vernissage in der Kantonsbibliothek. Michèle Degen, Céline Martinez-Ernst, Jonathan Noack (Präsident Fachkommission Baselbieter Heimatbuch), Markus Meyer, Barbara Saladin, Linard Candreia und Thomas Schweizer (v. l.).  Foto: M. Stöcklin

Einige der Autorinnen und Autoren des Baselbieter Heimatbuchs 35 an der Vernissage in der Kantonsbibliothek. Michèle Degen, Céline Martinez-Ernst, Jonathan Noack (Präsident Fachkommission Baselbieter Heimatbuch), Markus Meyer, Barbara Saladin, Linard Candreia und Thomas Schweizer (v. l.). Foto: M. Stöcklin

Das Baselbieter Heimatbuch ist eine wahre Institution, erscheint alle zwei Jahre und die 35. Ausgabe wurde anlässlich einer feinen Vernissage in der Kantonsbibliothek am Bahnhof Liestal offiziell vorgestellt – und eignet sich durchaus als Weihnachtsgeschenk.

Das «Baselbieter Heimatbuch 35», wie es unspektakulär betitelt ist, widmet sich auf über 200 Seiten in 20 unterschiedlichsten Artikeln und Geschichten dem Thema Nacht. Diesen Obertitel bestimmte wie gewohnt die Fachkommission Baselbieter Heimatbücher um Präsident Jonathan Noack. Im Zuge der Themenfindung stünden am Ende stets zwei oder drei Begriffe zur finalen Diskussion und die Detailbesprechungen über die konkreten Inhalte hätten letztlich auch beim 35. Baselbieter Heimatbuch einen klaren Entscheid ergeben – zu Gunsten der Nacht.

Von Eulen und Fledermäusen

So entstand ein spannendes, abwechslungsreiches Werk über jene Zeit, in der die einen in aller Regel schlafen und andere erst richtig lebendig werden. Das Baselbieter Heimatbuch 35 zeigt die vielfältigen, durchaus auch farbigen Aspekte der Nacht und begleitet unter anderem Nachtarbeiter bei ihrem zumeist unsichtbaren Einsatz oder Nachtschwärmende auf ihren Wegen – oder beleuchtet die einstige, sehr spezielle Arbeit eines Nachtwächters.

Das Buch stellt aber auch nachtaktive Tiere vor wie die Eule oder die Fledermaus oder zeigt, was bei nächtlichen Festen und Bräuchen wie der Sissacher «Chluuriverbrennung» passiert. Im Weiteren wird ein Blick ins Universum gerichtet sowie an historische Ereignisse erinnert, die sich, wie zum Beispiel das Chemieunglück von Schweizerhalle 1986, nach Einbruch der Dunkelheit zugetragen haben.

Digitale Ausgabe kommt bald

Die unterschiedlichen Autorinnen und Autoren schlugen sich also im Rahmen ihrer Recherchen durchaus die eine oder andere Nacht um die Ohren. Als Zielpublikum nennt Noack «Menschen mit irgendeinem Bezug zum Baselbiet».

Das Buch erscheint wie gewohnt im Verlag Baselland, die Auflage beträgt 350 Exemplare und eine digitale Ausgabe sei in Arbeit und bis zur nächsten Ausgabe realisiert, wie Verantwortliche des Verlages Baselland an der Vernissage auf Anfrage dieser Zeitung erklärten. Einziger kleiner Schönheitsfehler des Werks ist, dass die Gestaltung durch ein Büro aus Zürich realisiert wurde – entsprechende Büros gäbe zweifellos auch im Baselbiet.

Der erste Band des Baselbieter Heimatbuchs erschien 1942 und schuf damit die Grundlage der ältesten heute im Verlag Baselland herausgegebenen Reihe. Dieses Buch mit viel Tradition versteht sich als Organ von und für Baselbieter und Baselbieterinnen. Entsprechend kommen bewusst Autorinnen und Autoren, Expertinnen und Experten aus dem Baselbiet zu Wort.

Die Vernissage wurde gekonnt musikalisch umrahmt von einem Duo der sonst fünfköpfigen Band Blue Carpet aus Liestal.

Weitere Artikel zu «Oberbaselbiet», die sie interessieren könnten

Solarpanels über den Rebstöcken erzeugen Strom und schützen die Reben. Foto: U. Fluri
Oberbaselbiet20.10.2026

Strom von oben, Ernte von unten

Sissach Pilotanlage für Agrar-Photovoltaik im Weinbau
5775 Unterschriften: Natascha Magnusson, Co-Präsidentin Physioswiss Regionalverband beider Basel (r.), übergab die Petition am vergangenen Freitag in Liestal an die Landschreiberin Elisabeth Heer Dietrich.Foto: M. Schaffner
Oberbaselbiet20.10.2026

Lange warten auf die Physio

Versorgungssicherheit Physiotherapeut/-innen fordern Taxpunkt-Erhöhung
Der Chef Rettung BS Dominik Walliser (rechts) übergibt dem abtretenden Feuerwehr-Inspektor Werner Stampfli einen speziellen Helm.Fotos: E. Bachmann
Oberbaselbiet20.10.2026

Ein Rücktritt mit saugutem (Feuerwehr-)Gefühl

Stabsübergabe Festakt für Feuerwehr-Inspektor Werner Stampfli und Beförderungen