KI in Gesellschaft und Beruf

Vortrag Erste Veranstaltung des Lausner Forums

Das Interesse für den Vortrag über die KI von Prof. Dr. Walter war gross. Foto: S. van Riemsdijk

Auf Initiative des neu gegründeten Lausner Forums mit Christian Tschudin (Leitung), Martina Meister und Emanuel Scheidegger referierte im mit 140 Interessierten aus Lausen und Umgebung vollen Lausner Gemeindesaal Prof. Dr. Josh Walter über das Thema Künstliche Intelligenz (KI), eine technische Revolution, mit der wir uns in Zukunft auseinandersetzen müssen.

KI hat unbestritten das Potenzial, unser Leben so tiefgreifend zu verändern, wie es vor Jahren das Internet und das Smartphone getan haben. Auf Einladung der reformierten Kirchgemeinde Lausen und des Gewerbevereins Lausen referierte der Wissenschaftler Walter als versierte Koryphäe auf diesem Gebiet gut zwei Stunden über diese komplexe Technologie als wesentlicher Bestandteil der fortschreitenden Digitalisierung und versuchte diese in einfachen verständlichen Worten zu erklären.

KI ist revolutionär

Nach der Begrüssung durch Emanuel Scheidegger mit den Worten «KI ist revolutionär, faszinierend und zugleich beängstigend» eröffnete Walter die Veranstaltung mit der These «KI wird unsere Welt verändern, ihre Möglichkeiten sind sowohl beeindruckend als auch herausfordernd für die Menschheit.» Herausfordernd und anspruchsvoll für das zahlreich erschienene Publikum war zweifellos ebenso sein Referat. Walter nahm sofort Verbindung zum Publikum auf und versuchte im Sinne des Forums, das komplexe Thema mit den englischen Fachthemen und den vielen Abkürzungen nachvollziehbar zu vermitteln, was trotz allen didaktischen Bemühungen für den grösseren Teil der Besuchenden eine grosse Herausforderung bedeutete. Der ausgewiesene Fachmann Walter war sich dessen sehr bewusst und im Sinne des Wiedererkennungswerts und einer niederschwelligen Annäherung zum komplexen Thema ging es ihm zuerst einmal darum, dass «wir die Begriffe mal gehört haben» und «versuchen Verständnis für die wichtigsten Begriffe zu entwickeln.»

Schon tief im Alltag verwurzelt

Einigkeit herrschte darüber, dass es ein Verständnis in den Grundprinzipien von KI und den Einblick in die Funktionsweise von Algorithmen und maschinellem Lernen nun mal braucht, um die Technik anzuwenden beziehungsweise von der Technologie nicht überrollt zu werden. «Denn diese Gefahr ist real», wie Walter mit Nachdruck ausführte. Dabei zeigte er verschiedene Möglichkeiten in der Gesellschaft, zuhause am Computer oder in der Arbeitswelt auf, wie man sich auf das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz mit seinen Segnungen und Risiken vorbereiten könnte. «Die Technologie ist schon tief in unserem Alltag verwurzelt, oft ohne, dass wir es merken», so Walter. Zentral im Referat und in der abschliessenden Fragerunde stand immer wieder die Frage der Ethik in der Anwendung. «Wenn Sie KI benutzen, sind Sie dafür verantwortlich», führte Walter am Schluss seines Referats aus. Mit dem hochaktuellen Thema und dem überwältigenden Publikumsaufkommen blickten Moderator Emanuel Scheidegger und Christian Tschudin mit grosser Zufriedenheit auf die erste Veranstaltung ihres Lausner Forums zurück, wie sie gegenüber dieser Zeitung ausführten.

Das Lausner Forum wird zweimal im Jahr von der Evangelisch-Reformierten Kirche Lausen veranstaltet, wenn immer möglich in Zusammenarbeit mit ansässigen Partnerorganisationen, dieses Mal zusammen mit dem Gewerbeverein Lausen.

Weitere Artikel zu «Oberbaselbiet», die sie interessieren könnten

Auf der Bühne wurde sicht- und hörbar, was in der vergangenen Woche alles erarbeitet und geleistet wurde.
Oberbaselbiet03.02.2026

Fokus auf das gemeinsame Singen

Liestal Ein magischer Abend mit Francine Jordi, Dani Sparn mit Band und Insieme-Chor
Philipp Glogg, Chief Technical Officer der BLT, erklärt die Entwicklungsschritte (Grade of Automation, GoA) von GoA1 (nichtautomatisierter Fahrbetrieb) bis GoA4 (Autonomie). Die WB ist momentan auf Stufe GoA2.Foto: M. Schaffner
Oberbaselbiet03.02.2026

Innovationsgeist weht durchs Tal

Schienenverkehr Die Waldenburgerbahn fährt teilautomatisiert – bis 2030 soll sie vollautonom unterwegs sein
Sabine Mehring, Vizepräsidentin Pro Wind Nordwestschweiz, und Markus Stokar, Präsident, übergaben die 840 Unterschriften an den 2. Landschreiber Nic Kaufmann.Foto: M. Schaffner
Oberbaselbiet27.01.2026

Winterstrom dank Wind

Petition Baselland soll Windenergie fördern und Bewilligungen vereinfachen