Zimmerleute zeigten 101 Modelle
Lausen Der 33. Modellwettbewerb lockte sehr viele Besucher an

Dieser Modellwettbewerb der Zimmerleute wurde zu einem wichtigen Bestandteil in der Ausbildung der Berufsleute. 101 Lernende im 2., 3. und 4. Lehrjahr füllten die Mehrzweckhalle Stutz mit ihren Bau- und Kunstwerken im Kleinformat. Diese wurden von 16 Fachexperten nach vorgegebenen Kriterien bewertet und zusätzlich auch im Quervergleich beurteilt. Die jungen Berufsleute widmeten einen grossen Teil ihrer Freizeit, um ein möglichst perfektes Werk abzuliefern.
David Schreiber, Präsident der Sektion Region Basel von Holzbau Schweiz, lobte die Tradition und das Handwerk in ihrem wichtigen Beruf. Obwohl es die Holzberufe schon lange gibt, entstehen immer wieder neue Ideen. Eine grosse Aufgabe hatte die Jury. «Für Experten ist es einfacher, ein Dach zu bauen, als die Modelle zu bewerten», sagte er. Die Zimmerleute wählten einen Beruf, in dem die Arbeiten eine Ewigkeit halten, wenn man sie gut macht. Er freute sich über die Lernenden, die bewiesen, dass sie nicht nur grosses Fachwissen besitzen, sondern auch Geduld.
Zur Rangverkündigung meinte Geschäftsführer Theodor Hähner zu den Lernenden: «Jetz ruehig blibe, s isch jetz doch nüt me z ändere.»
Hohe Qualität
99 der 101 Modelle wurden mit der Note 4 oder besser bewertet. Ab dem 3. Lehrjahr gab es kein vorgegebenes Einheitsmodell mehr. Somit trug auch jedes Modell einen eigenen Namen. Im 2. Lehrjahr erzielten 40 Lernende einen Notenschnitt von 5,11. Im 3. Lehrjahr waren 24 Modelle zu bewerten (Durchschnitt 5,0) und im 4. Lehrjahr 37 mit dem hohen Durchschnitt von 5,27. Loris Buess (4. Lehrjahr) von der Firma GGS AG in Gelterkinden wurde für seine Spitzennote von 6,0 geehrt. Auf dem zweiten Platz folgt Ramon Ryf (5.95, Bläuer Holzbau AG, Sissach). Auf dem dritten Platz liegen gemeinsam Severin Bombardelli (GGS AG) und Philip Schönenberger (PBS Zimmerei Schreinerei AG, Seltisberg) mit 5,9.
Im dritten Lehrjahr standen auf dem Podest: Noë Jonas Lüscher (5,65, Gerster Holzbau AG, Nunningen), Salomon Gnöpff (5,6, Holzwege Zimmerei GmbH, Gelterkinden) und Yannick Büchi (5,55, az holz AG, Liestal).
Mit dem Einheitsmodell glänzten im zweiten Lehrjahr Kaspar Samuel Leu mit der Note 5,9 (Bläuer Holzbau AG, Sissach), Noelle Hanna Zürcher (5,85, PM Mangold Holzbau AG, Ormalingen) und Leandro Manna (5,8, Hug Holzbau GmbH, Bubendorf) sowie Svenja Zurfluh (5,8, PM Mangold).
Nach der Rangverkündigung durften die Fachleute ihre Werke wieder einpacken und alle Anwesenden wurden zum Apéro eingeladen.


