Region Gelterkinden
14.05.2019

Eine musikalische Reise in die 60er-Jahre

Eine musikalische Nostalgiereise in die 1960er-Jahre.Fotos: S. van RiemsdijkMit grossem Applaus dankte das Publikum dem Dirigenten Marco Beltrani (r.), dem Konzertchor und den Moody Tunes mit Christian Müller und Bettina Urfer.Der Konzertchor Oberbaselbiet präsentierte sich im Outfit der 60er-Jahre des letzten Jahrhunderts.

Eine musikalische Nostalgiereise in die 1960er-Jahre.Fotos: S. van Riemsdijk

Mit grossem Applaus dankte das Publikum dem Dirigenten Marco Beltrani (r.), dem Konzertchor und den Moody Tunes mit Christian Müller und Bettina Urfer.

Der Konzertchor Oberbaselbiet präsentierte sich im Outfit der 60er-Jahre des letzten Jahrhunderts.

Gelterkinden Konzertchor und Moody Tunes präsentierten nostalgische Poplieder

Sander van Riemsdijk

Der Kulturraum Marabu war letztes Wochenende drei Tage lang Gastgeber für eine musikalische Zeitreise in eine von politischen Unruhen und einschneidenden gesellschaftlichen Veränderungen geprägte Epoche. Unter der musikalischen Leitung des Dirigenten Marco Beltrani sang der Konzertchor Oberbaselbiet und spielten die Moody Tunes mit Bandleader Christian Müller und Bettina Urfer mit einem Hauch von Nostalgie herzerfrischende populäre englischsprachige Songs aus den wilden 1960er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Die damalige Jugendbewegung mit ihren «Blumenkindern» rief zur Rebellion gegen das herrschende Establishment auf. Politik und die Verbundenheit mit ihr wurde für die jüngere Generation immer wichtiger. Dabei nahm die Musik als politisches Ausdrucksmittel in dieser gegenkulturellen Bewegung einen wichtigen Platz ein. Protestsongs von Bob Dylan, Joan Baez und anderen Singer/Songwritern gaben den Jugendlichen auf den vielen Happenings und Festivals, wie im Jahr 1969 im amerikanischen Woodstock, eine eigene gesellschaftliche Stimme. Es war die Geburtsstunde des Folks als bekannteste Musikströmung und als wesentliche Grundlage der Hippieszene. Noch heute gehören viele Songs aus dieser Zeit zu den erfolgreichsten und beliebtesten der neueren Populärkultur. Dass diese Musik Geschichten erzählt und Emotionen erleben lässt, stellten der Chor und die Moody Tunes in ihrer Aufführungstrilogie mit einer wahren «Flowerpower» an Performances aus dieser ausserordentlichen Ära eindrücklich unter Beweis. Als eine Art Hommage gelang es den Sängerinnen und Sängern, im Wechsel mit den Medleys der beiden Musiker und mit kurzen Soloeinlagen den damals völlig neuen Lebensstil, der auch nach fast 60 Jahren bis in die heutige Gesellschaft nachhallt, in ihrem variantenreichen Auftritt aufleben zu lassen. Wer wollte, konnte sich zurücklehnen und sich in nostalgischen Gedanken mit Liedern wie «Good Vibrations» von The Beach Boys, «A Whiter Shade of Pale» von Procol Harum oder «The House oft the Rising Sun» von The Animals in die bewegte und revolutionäre Zeit von dazumal forttragen lassen.

In Hippiekleidern auf der Bühne

Zeitgemäss, grösstenteils in Hippiekleider gehüllt und expressionsfreudig in den musikalischen Pointen, wurde ein abwechslungsreiches Konzertprogramm mit grossem musikalischem Unterhaltungswert geboten.

Dirigent Marco Beltrani führte das Publikum mit kurzen informativen Ansagen durch eine vergangene Ära, die soziokulturell aussergewöhnlich und durch eine Vielfalt unterschiedlicher musikalischer Stilrichtungen geprägt war.

Mit dem «Peace Train» von Cat Stevens als Friedenshymne und als letzte Performance fand das «blumige» Konzert offiziell seinen Abschluss.

Mit der passenden Zugabe, dem gemeinsam mit dem Publikum gesungenen Lied «Can’t Help Falling in Love» von Elvis Presley, wurde ein mit den typischen Merkmalen der damaligen Popmusik reich gefülltes Programm, welches das Konzert zu einem verzaubernden Hörerlebnis machte, abgerundet. Und entliess ein restlos begeistertes Publikum in den Gelterkinder Abend.