Das Feuerwehrmagazin von Innen
Gelterkinden Die Bevölkerung erhielt einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr
Seit 75 Jahren rückt die Regionale Feuerwehr Gelterkinden von ihrem jetzigen Standort aus. Das Feuerwehrmagazin steht seit 1951 unterhalb der Dorfkirche und beherbergt alles, was die Dorffeuerwehr braucht. Ihr sind noch die beiden Nachbargemeinden Rickenbach und Tecknau angeschlossen. Die Infrastruktur ist nicht mehr auf dem neusten Stand und die Ortspolitik wird sich Gedanken über eine Modernisierung machen müssen.
Nicht die Fahrzeuge stehen im Vordergrund
Kommandant Reto Kunz erklärte, dass man bei diesem Anlass nicht die Präsentation der Fahrzeuge in den Vordergrund stellte. Der Fokus richtete sich auf das Gebäude, das ausgereizt ist und in dem jede Ecke genutzt wird. Es geht der Feuerwehr darum, der Bevölkerung zu zeigen, was es für ihre wichtige Arbeit alles braucht.
Eine Ausstellung informierte über frühere Zeiten. Auf einem Rundgang zeigte Kunz die alten Utensilien aus der örtlichen Feuerwehrgeschichte. Eine fahrbare Handdruckspritze von 1819 musste mit Wassereimern gefüllt werden. Gezogen wurde das Fuhrwerk von Pferden. Zur Bedienung brauchte es viel Personal. Für den Atemschutz gab es einfache Filter oder einen um die Nase gebundenen Schwamm. Die heutige moderne Ausrüstung liegt in ganz anderen Dimensionen mit mehrfachem Schutz und Atemluftversorgung.
Alarmiert wurde die Bevölkerung durch eine spezielle Kirchenglocke und mit Hörnern. Die Kopfbedeckungen zeigten in früheren Jahren, wer in sicherem Abstand vom Feuer stand und wer die gefährliche Arbeit ausführte. Im Erdgeschoss und im Obergeschoss steht für jeden Mann und für jede Frau ein offener Kleiderschrank für die Ausrüstung. Gegen 25 Prozent der 70 Feuerwehrleute sind Frauen. Dazu kommt die Jugendfeuerwehr mit 20 Jugendlichen. Die Dienstpflicht dauert vom 20. bis zum 42 Lebensjahr. Wer nicht mitmachen will, muss eine Ersatzabgabe zahlen.
Gute Teamplayersind wichtig
Für Kunz ist es sehr wichtig, in der Mannschaft ein gutes Klima zu schaffen. So bleiben die Leute auch gerne und länger im Dienst. «Wir haben tolle Leute, die sich einsetzen und unzimperlich sind. Man muss Teamplayer sein und sich für die Mannschaft einsetzen», sagt er dazu. Kunz sieht sich als Dienstleister und setzt sich zusammen mit seinen Leuten für die Bevölkerung ein. Für ihn ist es sehr wichtig, sein Personal den Fähigkeiten entsprechend einzusetzen. Das setzt hohe Anforderungen an die Führung. Dieses Jahr gab es bereits 74 Einsätze. Normal sind etwa 120 pro Jahr. «Die Feuerwehr ist ein sehr wichtiger Teil meines Lebens», sagte Kommandant Reto Kunz abschliessend. Er ist schon 36 Jahre dabei, 22 davon als Kommandant.






