Läufelfingen brennt (duure)
Läufelfingen Das Dorf am Unteren Hauenstein feierte 800 Joor
Bei idealem Sommerwetter feierte das auf 556 Meter gelegene Oberbaselbieter Dorf mit seinen 1300 Einwohnern sein grosses Jubiläum mit Musik, Theater und kulinarischer Vielfalt.
Schon beim Bahnhof wurden die Besucher mit den ersten Attraktionen empfangen. Auf Luftpolstern durfte sich der Nachwuchs im Schwingen üben. Eine Minieisenbahn fuhr die kleinen Gäste einmal oder auch mehrmals um den alten Holzschopf herum. Mit Luftgewehren durfte auf Scheiben geschossen werden und gleich nebenan versammelten sich einheimische Wildtiere vom Eichhörnchen bis zum Wildschwein. Die Kinder steuerten unter Anleitung eine Forstmaschine oder bastelten einen Halsschmuck. Das APH Homburg pries ihr «Ahzündwunder» an und teilte mit, dass sie dafür leere WC-Rölleli sammeln.
Kulinarische und kulturelle Vielfalt
Eine Ausstellung entlang des Weges zum kulinarischen Zentrum des Festes zeigte auf Schautafeln die Brände in Läufelfingen. 1445 steckten durchziehende Soldaten das ganze Dorf in Brand. Später brannten Häuser oder auch die Homburg, die 1798 von der Bevölkerung angezündet wurde. Seit 2011 baut der einheimische Künstler Hans Jörg Rickenbacher spektakuläre Skulpturen, die er unter grossem Zuschaueraufmarsch kontrolliert abbrennt. Die beiden Eingangsportale aus Holz an beiden Seiten des Festbereiches waren Burgtoren nachempfunden. Ein Weg entlang des Baches wurde von bunten Blumen und Lämpchen gesäumt, die in der Nacht den Weg wiesen. Auf der grossen Bühne unterhielt am Samstagnachmittag nach der Schwyzerörgeli-Grossformation Tschoppehof die Future Band der Regionalen Musikschule Sissach. Danach unterhielten weitere Bands bis in die späten Nachtstunden.
Der Theaterverein «Bühne 12» spielte und sang an fünf verschiedenen Stationen Episoden aus wichtigen Epochen der Läufelfinger Geschichte. Dabei wurden alle vermittelten Begebenheiten einwandfrei recherchiert.
Zugfans konnten Fahrten von Olten nach Sissach und umgekehrt mit Halt in Läufelfingen mit der historischen Ce 6/8 III 14305 Krokodil-Lok buchen. Mit dieser kam auch Bundesrat Beat Jans in Läufelfingen an und hielt eine Rede.
In 15 Beizen gab es ein reichhaltiges Angebot. Die Männerriege servierte Wurscht-Chees-Salat und Pommes Frites. Spaghetti, Grilladen, Risotto, Wildsaubratwurst, Cheeschüechli und Hot-Dogs standen bei anderen auf der Speisekarte. Zum Dessert lockten Crêpes, Kuchen und Glacés. Am späten Sonntagnachmittag nahte das Ende des grossen Festes und die vielen freiwilligen Helfer machten sich ans grosse Aufräumen.






