Zäuerli und Rugguserli

Gelterkinden Tagesausflug des Frauenvereins

61 Frauen des Frauenvereins Gelterkinden auf Reisen in Appenzell. Fotos: U. Handschin

61 Frauen des Frauenvereins Gelterkinden auf Reisen in Appenzell. Fotos: U. Handschin

Die Schlacht am Stoos auf dem Rathaus.

Die Schlacht am Stoos auf dem Rathaus.

Das Talerschwingen.

Das Talerschwingen.

Ob sich die 61 Frauen erhofft hatten, den Appenzeller Naturjodel zu lernen, als sie am Mittwochmorgen in den Saegesser-Doppelstockbus einstiegen?

Spätestens im Appenzeller Brauchtumsmuseum Urnäsch erfuhren sie, dass die urtümlichen Klänge in Ausserrhoden Zäuerli und in Innerrhoden Rugguserli genannt werden. Vorerst stärkten sie sich nach der langen Fahrt mit dem souveränen Chauffeur Daniel Roth in Urnäsch mit Gipfeli und Kaffee im mit Appenzellersujets bemalten Hotel Krone. Es wartete nämlich als weitere Attraktion das Brauchtumsmuseum mit seinen verwinkelten Räumen und steilen Treppen. In zwei Gruppen führten die zwei Cousins Hans und Hansueli Frick in urchigem Appenzellerdialekt durch das 400 jährige Haus, in dem anschaulich das Brauchtum mit dem damit verbundenen Handwerk gezeigt wird.

Silvesterchläuse, Alpabfahrt, Sennenleben, Bloch, Trachten, Bauernmalereien und Einrichtungen aus dem früheren bäuerlichen Leben – im Raum der bekannten Appenzeller Streichmusik-Familie Alder standen Instrumente wie Hackbrett und Bassgeige zum Ausprobieren und einigen Frauen gelang das Talerschwingen recht gut. Weiter gings durch die hügelige Landschaft mit den darauf verstreuten typischen stattlichen Bauerhöfen nach Appenzell. Im grossen Saal des Hotels Säntis am geschichtsträchtigen Landsgemeindeplatz wurden die knurrenden Mägen besänftigt mit dem Mittagessen. Unter der Linde trafen die drei Damen ein, die viel Wissenswertes, Historisches und Aktuelles über ihren Hauptort zu erzählen wussten und anschliessend durch die Hauptgasse mit den historischen und schmuck bemalten Häuser führten bis zur imposanten Pfarrkirche mit 1098 Sitzplätzen. Aussen am Turm schaut der Schutzpatron St.Maurizius wachend über Dorf und seine Bewohner. Zwei Kunstwerke des einheimischen Künstlers Roman Signer gab es ebenfalls zu bestaunen.

Nach dem Lädele und einem Durstlöscher unter schattigen Bäumen bestiegen die mit reichen Eindrücken beschenkten Frauen den Bus für die lange Rückfahrt. Ein weiteres Highlight, das sich die Präsidentin Iréne Persson und ihre Vorstandskolleginnen ausgedacht und erfolgreich durchgeführt haben!

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