Die Schweiz als Willensnation

Sissach 1.-Augustfeier mit Superprogramm  

Rita Famos, Präsidentin Evangelisch-Reformierte Landeskirche Schweiz, hält 1.-Augustrede im Festzelt in der Begegnungszone.Fotos: P. Aenishänslin

Die diesjährige 1.-Augustfeier im voll besetzten Festzelt in der Begegnungszone wurde um 19 Uhr von Gemeindepräsident Peter Buser mit dem Hinweis eröffnet, dass es im Jubiläumsjahr 2025 (800 Jahre Sissach, 500 Jahre reformierte Kirche Sissach) durchaus angezeigt sei, ein besonders reichhaltiges Programm zu bieten, das vom Gemeinderat Robert Bösiger mit viel Helferinnen und Helfer vorbereitet worden ist. Am Nachmittag standen bereits die Farnsburger Blasmusik, der Männerchor Liederkranz und die Alphorngruppe Magden im Einsatz. Am frühen Abend konnten sich die Gäste im Festzelt und anderswo in der Begegnungszone verpflegen lassen. Kurz nach 19 Uhr hielt Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-Reformierten Kirche Schweiz, im Festzelt die 1.-August-Ansprache. Sie begann mit der Frage: «Was hält die Schweiz zusammen?» Es ist nicht die Geografie, eine einzelne Sprache. Die Schweiz ist vielmehr eine Willensnation. Wir Schweizerinnen und Schweizer wollen zusammen sein! Wir sind Solidaritäts- und Integrations-künstler. Niemand soll zurückbleiben, alle sollen in die Gemeinschaft integriert werden. Um dies zu erreichen, haben wir verschiedene Instrumente zur Verfügung, wobei Rita Famos auf zwei besonders einging: Einerseits die direkte Demokratie, die uns alle um Mitmachen fordert, und andererseits unser Milizsystem, das uns allen offensteht.

Wir haben sehr viele Vereine, in denen wir mitmachen können. Allein in Sissach gibt es über Hundert! Dabei können wir als Fundament unserer Gesellschaft und Rechtsordnung auf den christlichen Glauben zählen, auf Glaube, Liebe, Hoffnung, auf christliche Grundsätze in einer liberalen, offenen Gesellschaft, die allen offenstehen, auch Nichtchristen. Die christliche Nächstenliebe ist auch ohne Glauben lebbar. Rita Famos ist der Überzeugung, dass auf diesem christlichen Fundament die Schweiz gut gerüstet ist, auch gerade aktuelle und kommende Herausforderungen gut zu meistern. Charakteristisch für die Schweiz ist auch, dass der 1. August in der Schweiz dezentral gefeiert wird, in jedem Dorf, und nicht nur mit einem Defilee als Machtdemonstration in der Hauptstadt. Die erfolgreiche, freie Schweiz braucht das Engagement von uns allen. Die Ausführungen von Rita Famos wurden mit viel Applaus aufgenommen. Später am Abend kam es noch zu einem weiteren Höhepunkt an dieser 1.-Augustfeier: Die Sissacher Soul-Sängerim Ira May trat vor viel Publikum mit der Band The Pelicans in der Begegnungszone auf.

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