Erstaunliche Musik von unbekannten Komponisten

Gelterkinden Gut besuchtes Konzert des Orchesters Gelterkinden im «Marabu»

Solist Pascal Deuber (Horn) im Einsatz. Foto: P. Aenishänslin
Solist Pascal Deuber (Horn) im Einsatz. Foto: P. Aenishänslin

Es gibt Komponisten und Musiker, die während ihrer Lebzeit sehr bekannt, ja berühmt sind. Und es gibt viele Komponisten und Musiker, sind sie einmal gestorben, welche dann ganz in Vergessenheit geraten, obschon ihre Werke recht eindrücklich sind. Der junge Hornist Pascal Deuber (geboren 1992) aus Rheinfelden, der schon eine sehr erfolgreiche Solistenkarriere aufzuweisen hat, und dies weit über die Schweiz hinaus, hat sich zum Hobby gemacht, Werke von vergessen geratenen Schweizer Hornkomponisten auszugraben und wiederzu- beleben. Es handelt sich um die Komponisten Walther Geiser (1897–1993), von ihm erklang an diesem Abend das Concertino für Horn und Orchester, Carl Futterer (1873–1927), von ihm war das Capriccio für Horn und Orchester zu hören (wahrscheinlich eine Uraufführung, da nicht bekannt ist, dass dieses Werk je gespielt worden ist), und Frederick Charles Hay (1888–1945), dessen Irische Rhapsodie für Horn und Orchester zum Besten gegeben wurde.

Alle drei Werke bestachen durch noch nie gehörte Klänge, welche die Fantasie der Zuhörenden anregen. Einzelne Passagen könnten sehr gut als Untermalung eines Films dienen. Das Orchester Gelterkinden gab sein Bestes. Der Solist Pascal Deuber brillierte mit einer einwandfreien Darbietung. Vom starken Applaus beflügelt, gab er noch eine Zugabe: Ein Jazz-Soul-Solo, wobei der aus seinem Horn ganz unterschiedliche Töne und Tonlagen hervorzauberte. Zu Beginn dieses Orchesterkonzerts war unter der Leitung von Raphael Ilg die bekannte Ouvertüre von Engelbert Humperdinck zu seiner Oper «Hänsel und Gretel» zu hören, die er anfangs der 1890er Jahre komponiert hat. Das Orchester Gelterkinden, in allen Positionen gut besetzt, zeigte eine reife Leistung. Nach den drei Hornkonzerten spielte das Orchester Gelterkinden auch noch die Ouvertüre «Ein feste Burg ist unser Gott» von Joachim Raff (1822–1882), wobei der Text und die Melodie ursprünglich von Martin Luther stammen.

Ganz am Schluss durften die Besucherinnen und Besucher dieses Orchesterkonzerts dieses bekannte Kirchenlied mit zwei Strophen auch noch mitsingen und mitsummen, das vom Orchester nochmals intoniert wurde. Sie alle waren sich dann einig, ein sehr schönes Konzert in der Adventszeit mit vielen Höhepunkten erlebt zu haben.

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