Ein Abend voller Heimatklänge

Rünenberg Traditioneller Jodlerabend der «Jodlerfründe Wisebärg»

Die Jodlerfründe präsentierten einen Konzertabend mit einem hohen Anspruch an Vokalität.Fotos: S. van Riemsdijk

Die Jodlerfründe präsentierten einen Konzertabend mit einem hohen Anspruch an Vokalität.Fotos: S. van Riemsdijk

Das Theater mit den eigenen Klubmitgliedern sorgte für amüsante Unterhaltung.

Das Theater mit den eigenen Klubmitgliedern sorgte für amüsante Unterhaltung.

Nach zwei Jahren als Gast in Thürnen luden die «Jodlerfründe Wisebärg» am letzten Wochenende im neuen Sport- und Kulturzentrum Rünenberg zu ihrem traditionellen Jodlerabend mit einem gebündelten Arrangement von insgesamt acht Jodelliedern ein. Musikalisch umrahmt wurde der Konzertabend am Freitag vom Schwyzerörgeli-Quartett «Wytblick» und am Samstag vom «Voralpen-Tiroler». Eröffnet wurde der Jodlerabend mit den heimeligen Klängen aus der Darbietung «Herbstmelodie» von Miriam Schafroth und nach der Begrüssung durch Präsident Martin Eichenberger gefolgt wurde von «Des Kühers Morgenlied», bearbeitet von Adolf Stähli. Die beiden volkstümlichen Lieder sollten einen Auftakt zu einem wundervollen und klangvollen Jodlerabend der «Jodlerfründe» werden, diesmal ergänzt mit zwei neu zusammengestellten Kleinformationen aus den eigenen Reihen.

Ein hoher Anspruch an Qualität

Unter der Leitung von Monika Diethelm-Haldemann wurde dem Publikum mit einer Melodieführung, welche im übertragenen Sinne einer Berg- und Talfahrt ähnelte, ein vokalisches Abendkonzert geboten, das mit klingenden Emotionen und einem hohen Anspruch an Klangqualität für beste Unterhaltung sorgte. Mit Arrangements wie «s’Jodlerhärz» von W. Stadelmann-Lötscher legten die Jodlerfründe ihre ganze Kraft, Tiefsinnigkeit und Leidenschaft ins Singen und es wurde ein wahrer Fundus an Jodelliedern mit einer stilistischen Breite geboten, mal urig laut,dann wieder leise und getragen. Mit viel Herzblut in den eindrücklichen und herzerfrischenden Gesangseinlagen gelang es den Jodlern, rasch Verbindung zum Publikum aufzunehmen und dieses mit auf eine Reise durch eine gute Stunde voller volkstümlicher vokaler Erlebnisse zu nehmen.

Jodeln als lebendige Tradition

Es zeigte sich am Auftritt der Jodlerfründe und den beiden Kleingruppen als Duett und Quartett, dass der Jodlerabend in einer unsicheren Weltlage und in einem immer hektisch werdenden Alltag als lebendige Tradition weiterhin eine wichtige Rolle einnimmt. Wer wollte konnte sich an beiden Abenden dann auch genussvoll entspannt zurücklehnen und sich auf den Wellen harmonischer vokaler und in den Darbietungen stilistisch-differenzierter Volkstümlichkeit mit der Naturjutz «Bärgchilbi-Jutz» von Adolf Stähli als Schlussslied und der obligaten Zugabe von den Jodlern mittragen lassen. Traditionell kam das Publikum als krönender Abschluss des Unterhaltungsabends im zweiten Teil nach der Pause in den Genuss eines lustigen Theaterstücks «Lieber ledig und frei» der eigenen Theatergruppe, die unter der Regie von Walter Hofer eine bemerkenswert starke schauspielerische Leistung zeigten. Ein amüsanter Schwank in zwei Akten mit vielen Pointen, der die Lachmuskeln bis in die späten Rünenberger Abendstunden strapazieren liess.

Weitere Artikel zu «Region Gelterkinden», die sie interessieren könnten

Region Gelterkinden06.10.2026

Sie bringt Helene Bossert zum Klingen

Volksmusik Mit «Hoi Leni!» bringt die Baselbieterin Seraina Clark Bosserts Gedichte auf die Bühne
Hier geht es in den Keller: Leontien Mahler und Sarah Schmid vor dem Eingang zum «KiK».Foto: M. Schaffner
Region Gelterkinden29.09.2026

Jedes Wochenende was los

Sissach «Kultur im Keller» feiert das 30-Jahre-Jubiläum mit einem Drei-Tage-Event
Der strahlende Itinger Gemeinderat vor der Archiv-Fotoausstellung: Kim Grauwiller, Roland Caviezel, Cécile Schmidt Bur, Peter Bosch und Silvio Strub (v.l.).
Region Gelterkinden22.09.2026

Itingen blühte auf – und die Sonne strahlte mit dem Dorf um die Wette

Jubiläum Zwischen Grillkohle, Guggenmusik und einem Kunstwerk aus Stahl – so feierte Itingen seine 800 Jahre