Hände voller Geschichte
Sissach Historischer Themenweg feierlich eingeweiht

Was lange währt, wird endlich gut. Nachdem der historische Themenweg zum 800-Jahre-Jubiläum von Sissach wegen Unstimmigkeiten zwischen der damaligen Projektgruppe und dem Gemeinderat Ende 2024 ins Wackeln geraten war, konnte nun über das Jubiläumsjahr «Sissach2025» hinaus am letzten Samstag dieses historische Vermächtnis für die Bevölkerung in einem offiziellen und feierlichen Rahmen vor dem Jakobshaus in Sissach eingeweiht werden. Der historischer Themenweg mit seinen acht Stationen gibt unter dem Titel «Hände voller Geschichte» Einblicke in die bewegte Geschichte der Oberbaselbieter Metropole mit den lokalen Persönlichkeiten und soll der Einwohnerschaft, Schülerinnen und Schülern sowie einem breiten Publikum die Geschichte des Dorfs näherbringen.
Eine spannende und faszinierende Aufgabe
Im Beisein von vielen Interessierten ging Gemeindepräsident und Mitglied der Projektgruppe Peter Buser in seiner Einleitung auf die Herausforderungen bei der Projektierung mit den Differenzen mit der damaligen Projektgruppe um die beiden Historiker Ruedi Epple und Matthias Manz ein, welche einen Abbruch zur Folge hatte, und die Neuaufgleisung des Projekts. Gemeinderat für das Kulturelle und ebenfalls Mitglied der Projektgruppe, Robert Bösiger, sprach bei der Projektierung von einer «spannenden und faszinierenden Aufgabe». Weiter zum Projektteam gehören der Sissacher Gemeinderat Dieter Stebler, die Schweizer Innenarchitektinnen und Szenografinnen Monika Hostettler und die in Australien lebende Laura Siebold, die den Themenweg mit den acht Stationen mit ihren lang- und hochwertigen Materialien aus Stein und Bronze näher erklärte.
GemeinsamerSpaziergang
Nachdem Stephan Zemp in bester Troubadour-Manier die Feierlichkeiten musikalisch abrundete, folgte ein gemeinsamer Spaziergang zur ersten Station beim Gemeindehaus. Mit einem Live-Audiotext mit Eva Müller als Helene Bossert-Fausch wurde die Baselbieter Mundartdichterin und Radiomitarbeiterin als verfemte Kommunistin (1907–1999) und ihr Gleichberechtigungskampf für Frauen zusammen mit 30 mutigen Sissacherinnen, die 1862 in einer Petition Gleichberechtigung und politische Rechte forderten, gewürdigt. Im Zentrum des Themenwegs stehen angelehnt am Sissacher Wappensymbol Hände von Persönlichkeiten, die dieses Dorf gestaltet und auf ihre Weise mitgeprägt haben: Hände, die in Sissach gelebt, gehandelt, gearbeitet, gewirkt und gestritten haben. Sieben der acht Stationen mit einer Sitzgelegenheit und je einem Rondell verteilen sich auf das Dorfzentrum, eine weitere Station hat ihren Standort auf der Sissacher Fluh. Hände, Orte und Stimmen verbinden sich zu einem vielschichten Blick auf die Baselbieter Metropole und ihre Geschichte. Auf dem Rondell befindet sich zudem ein QR-Code: Damit ist es möglich, Hörspielsequenzen, vertiefende Texte sowie ergänzende Bilder und Dokumente abzurufen. Es wird dann auch empfohlen auf der Wanderung ein Mobilgerät mitzunehmen.


