Orchester in Hochform trifft auf Violin-Star
Gelterkinden Violinkonzert mit Silvan Irniger, Buus unter der Leitung von Raphael Ilg Münchenstein
Wie gestaltet ein Student der Züricher Hochschule der Künste die Vorbereitung auf seine Master-Prüfung? Er spielt zwei intensive Konzerte mit dem Symphonieorchester Gelterkinden (in Münchenstein und Gelterkinden)!
Als Konzertmeister war Silvan Irniger aus Buus für diese beiden Konzerte speziell im Einsatz und wurde für seine überzeugende Leistung mit stürmischen Applaus bedacht. In der ersten Konzerthälfte wurde mit Beethovens einzigem vollständigem Violinkonzert D-Dur, op. 61 ein bekanntes, mittlerweile 220 Jahre altes Stück vom Orchester angespielt und dann mit dem Einsatz von Silvan Irniger schnell auf hohes Niveau in der katholischen Kirche Gelterkinden geführt. Das Spiel dieser Komposition machte auch den Orchestermusiker/-innen grosse Freude, da das Orchester als gleichwertiger Partner im Gesamtwerk auftreten kann.
Die wohlklingende Musik von Beethoven gilt als anspruchsvoll zu spielen und wurde in ständiger Augenkontakt-Abstimmung zwischen dem Dirigenten, Raphael Ilg und dem Violin-Solisten mit der Orchestermusik von 50 Musiker/-innen in die gute Akustik der Kirche getragen.
Die Leichtigkeitdes Geigenspiels
Die Zuhörenden in den gut besetzten Sitzreihen trotzten dem heissen Abendwetter und liessen sich von der schönen Musik entführen. Die Leichtigkeit und die Fingerfertigkeit des Geigenspiels liessen die Musik fliessen und so gab es vor der Pause bereits frenetischen Applaus und Bravorufe für die Gesamtleistung. Welch tolle Generalprobe für den Masterauftritt am Montag nach dem Konzert für Silvan Irniger. Als kleine Zugabe präsentierte er zusammen mit seiner Frau Nadzeya Kurzava am Cello ein weiteres Stück.
Die Beatles im klassischen Kleid
Nun wurde vom Orchester und seinem dynamischen Dirigenten ein Medley der Beatles angestimmt. Der Dirigent liess dazu nicht nur seine Streicher/-innen aufstehen, sondern forderte sogleich auch das Publikum zum Mitsingen im Stehen auf. Gerne folgte man und liess sich mit den Noten im Programm singend auf die bekannten Melodien ein. Die Beatles starteten vor 64 Jahren mit ihren Hits durch und so war der Titel «When I’m Sixty-Four» die perfekte Wahl. Mit «Here comes the sun» wurde es noch heller, denn genau in dem Moment leuchtete die Abendsonne durch die farbigen Mosaikfenster der Kirche und hüllte die schöne Musik in eine wunderbare Stimmung.
Das Orchester war spielfreudig und brachte nach dem Mitsingen des Publikums gleich noch mehr Schwung in sein Spiel. Die Kirche schien am Sonnwend-Abend im Mosaik-Sonnenlicht förmlich zu vibrieren. Der Dirigent strahlte und hatte sichtlich Spass an seiner Aufgabe mit einem so tollen Orchester. Die Möglichkeit, mit einem Orchester Beatles-Songs zu interpretieren, reizte ihn besonders und er meinte, dass dies nicht mit jedem Orchester so machbar wäre. Auch betonte er die gute Stimmung im Orchester und den sozialen Zusammenhalt. Nach einem halben Jahr mit Proben, freute er sich über die gute Leistung aller Beteiligten in diesem Konzertereignis.
Ein fulminanter Symphonie-Satz
Im dritten Programmteil bekam die Stimmung eine noch gewaltigere Dimension mit dem letzten Satz der 1893 von Antonin Dvorák komponierten Symphonie Nr. 9, op. 95 «aus der neuen Welt». Der jazzig-swingende Sound von der Beatles-Interpretation setzte sich nun in klassischer Form fort.
Dieses Konzert brachte die Musiker/-innen und Zuhörenden schön ins Schwitzen, das mit dem Wohlgefühl schönster Musik und der Top-Leistung gerne in Kauf genommen wurde und mit einigen «Wows» kommentiert wurde.
Das Symphonieorchester Gelterkinden sucht weiterhin interessierte Mitspieler/-innen. Gerade nach einem Konzertanlass ist es der ideale Zeitpunkt in die beginnenden Proben für die Winterkonzerte (5./6. Dezember 2026) einzusteigen.
Proben finden jeden Montag (ohne Schulferien) statt. Gerhard Schafroth, Präsident des Orchesters Gelterkinden freut sich auf Anfragen.
Weitere Informationen
www.orchestergelterkinden.ch






