Tradition urig vokal erleben

Gelterkinden Jodlerklub Farnsburg lud zum jährlichen Jodlerobe ein

Mit hörbarer Hingabe sangen die Farnsburger ihre berührenden Jodellieder. Foto: S. van Riemsdijk

Mit hörbarer Hingabe sangen die Farnsburger ihre berührenden Jodellieder. Foto: S. van Riemsdijk

Der gemeinsame Auftritt der beiden Chöre bildete der Höhepunkt des KonzertabendsFoto: Jürg Hunziker

Der gemeinsame Auftritt der beiden Chöre bildete der Höhepunkt des KonzertabendsFoto: Jürg Hunziker

Gelterkinden Jodlerklub Farnsburg lud zum jährlichen Jodlerobe ein

Alle Jahre wieder. Wenn der Jodlerklub Farnsburg jeweils am letzten Samstag im Oktober zum traditionellen Jodlerobe - mit unterdessen fast Kultstatus - ruft, strömen die Liebhaberinnen und Liebhaber von herzerfrischenden Jodelkompositionen und musikalischen Hochgenüssen in die Mehrzweckhalle von Gelterkinden. Dieses Jahr mit dem Jodlerclub Oberburg aus dem Emmental unter der Leitung vom Dirigenten und Komponisten Heinz Güller als Gastformation. Um das Publikum rasch in Fest- und Musikstimmung zu bringen, spielte das Trio Bözbergbuebe als Einstieg in den Konzertabend einige rassige Musikstücke. Nach der Begrüssung durch Präsident Ruedi Hirsbrunner, der souverän und mit viel Witz durch den Konzertabend führte, eröffnete der Jodlerklub «Farnsburg» unter der Leitung von Doris Hirsbrunner den Jodlerabend mit dem Lied «Mys Baselbiet» von Hans Gysin und Paul Meier, gefolgt von «Früeligsgloube» von Adolf Stähli.

Mit einer hohen Intonation

Es gelang den Jodlern rasch Verbindung zum Publikum aufzunehmen, das sich von den stimmgewaltigen stilistischen Jodel-Performances begeistert zeigte. Mit einer hohen Intonation in der Feinabstimmung stellte der Jodlerklub das alpenländische Jodeln mit weiteren vokalen Leckerbissen wie «Heimlig isch der Summer gange» von Max Huggler und «Bärgandacht» von Reto Stadelmann ins Zentrum des Konzertabends.

Mit viel Dynamik in seiner Vokalität und mit einem kernigen Chorklang in seinen vielfältigen Arrangements nahm mit hörbarer Hingabe der Jodlerklub «Oberburg» mit seinen rund 30 Mannen das Publikum rasch mit auf eine einzigartige Reise durch die Welt der Schweizer Volksmusik. Angefangen mit «Wenn’s im Ustig z’Alpe geit» von Adolf Stähli. Ruedi Hirsbrunner schaute als Intermezzo mit Dankbarkeit kurz durch den Zeitspiegel auf das Jodlerfest im Juni in Reigoldswil zurück – «Was kleine Orte machen können, wenn alle einander helfen» – während im Hintergrund der Jodlerklub leise und stimmig einen Song mit dem einfachen Text «Danke Schön» als Erkenntlichkeit für ihre Unterstützung sangen. Ruedi Hirsbrunner vergass dabei nicht, mit der Hoffnung auf neue Clubmitglieder Werbung in eigener Sache zu machen.

Sanfte Emotionalität

Mit einer besonderen Diversität in der Präsentation und eine sanfte Emotionalität in der Stimme überraschte nach der Pause die Kleinformation Geissfluehchörli mit den zwei Performances «Senneball» von Fritz Elber und «Uf dr Höchi» von Paul Meier.

Von besonderer vokalischer Schönheit war der Abschluss des gelungenen Konzertabends mit dem gemeinsamen Auftritt der beiden Jodlerklubs. Das Publikum zeigte seine grosse Zufriedenheit. jeweils nach den letzten Auftritten der beiden Formationen mit der Aufforderung, durch rhythmisches Klatschen, zu einer Zugabe. Auch dieses Jahr kann der gastgebende Jodlerklub Farnsburg mit Stolz auf einen erfolgreichen, stimmigen und unterhaltsamen Konzertabend mit einem einmaligen Jodelerlebnis für alle Sinnen zurückblicken. Wer den Heimweg noch nicht antreten wollte, konnte mit dem Trio Bözbergbuebe bis in die späten Nachtstunden das Tanzbein schwingen oder den Jodlerabend nochmals Revue passieren lassen.

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