Ein Medium ruft die Geister

Frenkendorf Das Theater Rampenlicht verbindet sich mit der Schattenwelt

Applaus für die Schauspieler/-innen: Sie spielten wunderbar.Foto: B. Eglin
Applaus für die Schauspieler/-innen: Sie spielten wunderbar.Foto: B. Eglin

Als etwas unbeholfene Figur trat Igor mit Strohhut und Dreiviertelhosen vor den grossen roten Bühnenvorhang und machte das Intro. Es war ein schöner und souverän gespielter Einstieg in die «Séance um Mitternacht» des Frenkendörfer «Theater Rampenlicht». Das Stück stammt vom Theaterautor Hans-Peter Zeller aus dem Schwarzwald. Regie führte wieder Iris Bösiger.

Der Vorhang öffnete sich und gab den Blick frei in das Wohnzimmer des Hobby-Mediums Roxanne. Dazu tönte der Uralthit «Aquarius». Tante Roxanne setzte sich an den Tisch und erklärt ihre Fähigkeiten beim Blick in die Glaskugel. Zusammen mit ihrer Nichte Nelly lädt sie interessierte und verzweifelte Kunden zu Mitternachtsséancen ein, die für diese Schwindeleien viel Geld bezahlen. Violetta, eine regelmässige Kundin, klingelte. Sie freute sich auf die Séance und brachte sich mit einigen Gläsern Hochprozentigem in Stimmung.

Verbindung zum Jenseits

Vier Gäste und ein Journalist versammelten sich um den Tisch und die Seherin Roxanne erschien. Die Besucher erklärten, was sie sich von diesem Abend versprachen. Emily wollte von ihrem verstorbenen Ehemann wissen, ob er ihr immer noch böse sei wegen dem Pilzragout, das sie ihm kochte.

Die Runde konzentrierte sich. Das Licht ging aus, es donnert und der Seherin unerwartet erschien Pilgrim, ein realer Geist. Violetta spürt ihre Schnäpse, Roxanne war verwirrt und schickte alle heim. Nur ihre Nichte durfte bleiben. Pilgrim aus dem Jenseits gefiel es, wieder unter Lebenden zu sein. Das Verwirrspiel mit Geist und Gästen ging weiter, vermischt mit ein paar Liebeleien. Zuerst war Pilgrim nur für Roxanne hör- und sehbar. Später erweiterte er den Kreis. Egon, ein aus dem Knast entlassener Einbrecher wollte wissen, wo sein verstorbener Partner die Beute vergraben hat. Allmählich wurde es Zeit für die grosse Séance, erstmals mit einem richtigen Gespenst aus dem Jenseits. Was die Geister aus der Schattenwelt verraten, wer mit wem zusammenkommt und was mit dem Geist Pilgrim und Roxanne passiert, wird nach der Pause im zweiten Teil verraten. Gelegenheit dazu gibt es an folgenden Terminen im Wilden Mann, Frenkendorf: Freitag, 24. April, Samstag, 25. April, um 20 Uhr; Sonntag, 26. April, um 17 Uhr; Freitag, 1. Mai, und Samstag, 2. Mai, um 20 Uhr.

www.theater-rampenlicht.ch

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