Goldmedaille für das «Konfetti»

Vorfasnacht Der Tambouren- und Pfeiferclique Bubendorf gelang eine olympiareife Leistung

Mit dem Sujet 2026 sind die Bubendörfer olympisch eingestellt. Fotos: Doris Thommen

Mit dem Sujet 2026 sind die Bubendörfer olympisch eingestellt. Fotos: Doris Thommen

Fränkeschränzer als schaurige Sheriffs.

Fränkeschränzer als schaurige Sheriffs.

Das «Konfetti» in Bubendorf erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Dieser Umstand wird nicht nur bewiesen durch die volle Mehrzweckhalle. Auch das mediale Interesse ist mittlerweile gross. An der diesjährigen Ausgabe waren nicht nur die regionalen Zeitungen vertreten, sondern auch das Regio-TV und das Regionaljournal des Schweizer Radios. Eine solch «grosse Kiste» bedeutet auch einen grossen Aufwand. Doch diesen bewältigte OK-Präsident Florian Furler mit seinem Team ohne Probleme. Helfer kamen sogar von der befreundeten Liestaler Clique Excalibur.

Im letztjährigen Sujetkostüm eröffneten die Bubendörfer mit dem «Binggis» den Abend. Beim Prolog waren sich zwei Fasnächtler einig, dass heutzutage die alten Superhelden ausgedient hätten. Immerhin gäbe es aber noch die Fasnachtshelden. Dies bestätigte im Anschluss lautstark die Schränzer der Guggenmusik «Fränkeschränzer» in ihren gruseligen Sheriff-Kostümen. Selbstverständlich durfte bei ihrem Auftritt «Mir sy vo Buebedorf» nicht fehlen. Gemäss dem ersten Rahmenstück verlor die Schule Bubendorf Mitte letzten Jahres etliche Lehrkräfte. Als Ersatz überzeugte eine Schwarzwälder Bäuerin mit viel Witz die Schüler von einem neuen Lehrplan. Die Schüler selbst brachten in ihren Aufsätzen einiges zutage, was in Bubendorf im vergangenen Jahr so lief.

Urs Rudin war an diesem Abend omnipräsent. Nicht nur schrieb er alle Textteile. Er spielte auch meist eine Hauptrolle. So auch bei einem gelungenen Auftritt als Strassenwischer Bruno Reiniger. Er adaptierte Udo Jürgens’ Hit «Ein ehrenwertes Haus» gekonnt auf eine imaginäre Bubendörfer Strasse. Giftgrün und ihrem Namen gerecht werdend zog der Schnitzbänkler «d’Giftspritzi» über nationale und globale Geschehnisse des vergangenen Jahres her. Die Tambouren zeigten bei ihrem Solo mit dem Titel «Greatest Hits» eine gelungene UV-Licht-Choreografie zu einem raffinierten Zusammenschnitt von Pop- und Rocksongs.

Nach der Pause riefen die Samba-Schränzer das Publikum wieder zurück ins Programm. Beim zweiten Rahmenstück gewann eine Fasnächtlerin trickreich eine Wette gegen ihren Mann, einem FCB-Fan. Ein buntes Medley von Beatles-Songs boten die Pfeiferinnen und Pfeifer bei ihrem Solo. Lückenbüsser Urs Rudin liess danach das Publikum in Versform teilhaben am Albtraum jedes Fasnächtlers, dem Verpassen des Morgenstraichs. Ein Garant für gute Pointen war einmal mehr die Schnitzelbank-Gruppe «Schnaabelwetzer» aus Basel.

Winter-Olympiade zur Fasnachtszeit

Mit dem Sujet dieses Jahres spielt die Tambouren- und Pfeifer Clique Bubendorf auf das zeitliche Zusammentreffen der Winter-Olympiade und der Fasnacht in unserer Region in diesem Jahr. Kostümiert sind die Fasnächtler als Eishockeyspieler in Bubendörfer und Baselbieter Farben und mit den Trikotnummern «44» und «16», der Postleitzahl von Bubendorf. Zuerst gab der Stamm in diesem Kostüm den «Liberty Bell» zum Besten. Zusammen mit der Jungen Garde spielte er als letzten Marsch den «Arabi». Gäbe es bei der Fasnacht auch Medaillen wie an der Olympiade, dann hätten die Bubendörfer an diesem Abend Gold gewonnen.

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