Oratorium zum dritten Advent

Liestal Der Chor Seltisberg sang in der Stadtkirche  

Herrliche Symbiose zwischen Chor, Orchester und den geladenen Künstlerinnen und Künstlern. Foto: U. Roth

«Hört der Engel helle Lieder», mit diesem Lied, «Satz von Pascale Thibaut», hielt der Chor Seltisberg Einzug in die Kirche. Jubilierend und mit kräftigen Stimmen ertönte das Lied durch die Kirche. Das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns wurde in Deutsch gesungen. Mit zarten Klängen folgte ein instrumentales Vorspiel im Stile von Johann Sebastian Bach.

Ilja Völlmy Kudriatsev begleitete mit der Orgel und Roberto Barbotti zupfte die Harfe. Im weiteren begleiteten Ravena Carvalho und Ljuba Sumilina mit Violine, Elia Portables, Viola und Mara Lobo, Violoncello, das Orchester.

Hervorragende Künstlerinnen und Künstler bereicherten das Konzert mit ihren glanzvollen gesanglichen Einlagen. Aurea Marston und Sue Hammernick, Sopran. Simone Hofstetter, Alt. Martin Kautzsch, Tenor und Alvaro Etcheverry, Bass. Die Gesangseinlagen der Künstler/-innen, teils mit Chorbegleitung waren eine schöne Bereicherung an diesem Konzertabend. Die religiösen Loblieder enthielten Bibeltexte aus diversen Psalmen.

Chorleiter Markus J. Frey erzählte zwischendurch eine schöne Weihnachtsgeschichte, die zum Nachdenken anregte. «Sebastian fragte den Engel Gabriel, wo den der in der Bibel angekündigte Frieden zu finden sei.»

Mit dem Wort «Warum» begann das Lied aus dem Psalm 2,1. Der Chor sang es mit kräftigen Stimmen, lautstark und fordernd. Sehr beeindruckend. Nach weiteren Gesangseinlagen der geladenen Künstler/-innen las Markus J. Frey den Segen.

Der Text im Schlusslied, das der Chor Seltisberg voller Freude und Fröhlichkeit sang, war aus dem Psalm 96. Alleluja, Himmel und Erde freue dich … Der Applaus der Konzertbesucher war gross, das wunderbare Schlusslied wurde wiederholt.

Wer war Camille Saint-Saëns?

Er war ein französischer Pianist, der von 1835–1921 lebte. Ein Wunderkind, das schon mit sechs Jahren seine erste Komposition geschrieben hatte. Mit elf Jahren gab er sein erstes öffentliches Konzert. Mit 16 Jahren studierte er am Pariser Konservatorium Klavier. Das vom Chor Seltisberg vorgetragene Weihnachtsoratorium schrieb er 1858 in gerade mal zwölf Tagen. In den 1880er-Jahren galt er als einer der grössten Künstler in Frankreich.

Mit diesem wunderschönen Konzert in der reformierten Stadtkirche in Liestal konnten die Besucher den dritten Adventssonntag besinnlich ausklingen lassen.

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