Umzug mit Wetterglück

Liestal Sehr viele Leute standen an der Route und freuten sich über die Fasnacht

«Ohregrübler» mit dem Kampfflugzeug-Desaster.

«Ohregrübler» mit dem Kampfflugzeug-Desaster.

Auch die «Knillecheerer» verteilten Orangen.

Auch die «Knillecheerer» verteilten Orangen.

Die Fasnacht beginnt am Bahnhof.

Die Fasnacht beginnt am Bahnhof.

Das Liestaler Komitee mit Claudio Scialdone, René Wagner und Präsident Martin Klaus.

Das Liestaler Komitee mit Claudio Scialdone, René Wagner und Präsident Martin Klaus.

Guggemusig Wasserfalleschränzer.

Guggemusig Wasserfalleschränzer.

«Latärneschränzer» im Stedtli.Fotos: B. Eglin

«Latärneschränzer» im Stedtli.Fotos: B. Eglin

Rechtzeitig zum Wetterumschwung mit angenehmeren Temperaturen und fast ohne Regentropfen startete der grosse Fasnachtsumzug durchs Liestaler Stedtli. Das Publikum wartete in mehreren Reihen geduldig und blickte zum Törli. Der Fasnachtstross versammelte sich beim Gitterli und nach 20 Minuten waren die ersten beim Törli. Dort brauchten die Fahrer von sehr langen Gefährten besonderes Geschick, um beim ersten Anlauf in den engen Durchgang zu passen. Das Komitee stand in der Mitte der Rathausstrasse und ehrte jede Clique mit Verbeugung und einer Plakette.

Regionales Einzugsgebiet

Liestal hat ein grosses regionales Einzugsgebiet. Cliquen aus Liestal, Lausen, Bubendorf, Nunningen und vielen weiteren Gemeinden nahmen auch am letzten Sonntag am langen Umzug teil. 75 Nummern waren angemeldet und darunter mischten sich auch einige Wilde. Die Reihenfolge der Cliquen wird jedes Jahr geändert, erklärte das Komitee. Man schaut bei der Einteilung auch darauf, dass zwischen musikalischen Gruppen Wagen fahren, damit sich die Töne nicht überschneiden.

Zum Einstimmen spielten wie jedes Jahr die Reigetschwiler Rampassadore im Stedtli ein paar Stücke. Dann verschwanden Sie durch die Nonnengasse zum Einstehen.

Runde Jubiläen

Schon am Bahnhof hatte es viel Publikum. Die Leute zogen abwärts zur Alle, wo Verpflegungsstände auf sie warteten. Dann reihten sie sich entlang der Route ein. Die Kleinsten sassen auf den Schultern der Eltern und hatten so einen Über- und Weitblick. In den Fenstern erschienen die ersten Köpfe, die das Geschehen aus der Höhe erleben wollten.

Den Anfang machten die Liestaler «Excalibur». Sie feierten ihr rundes Jubiläum und reisten 30 Jahre zurück in die Zeit, in der König Arthur mit seinen Rittern in den Kampf zog. Die «Burgstroosknaller» starteten mit der Nummer 10. So viele Jahre sind sie schon unterwegs. Sie freuen sich, dass die Törliuhr wieder die genaue Zeit anzeigt.

Die Pfeifer und Tambouren der «Rotstab-Chlütteri» sind seit 30 Jahren auf Kurs und halten ihn «so guet s no goht».

«Mir jubiliere, denn mir fahre syt 40 Joohr s Städtli ab», schrieben die «Wiederchäuer» (Startnummer 40). Schon ein halbes Jahrhundert feiern die «Fränkespatze», die als fünfzigste mit einem Waggiswagen auf die Piste gingen.

Ein besonderes Jubiläum feierte Vize Claudio Scialdone. Er war 20 Jahre aktiver Fasnächtler und über zehn Jahre im Komitee. Heuer war seine letzte Fasnacht im Komitee. Nächstes Jahr ist er als Zuschauer dabei.

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