Vier Tage Musik mit zwölf Events

Liestal Das Musikfestival Hear&Now reichte von Soul über Klassik bis Rock 

Sarah Büchi’s Pink Mountain Sagas.

Sarah Büchi’s Pink Mountain Sagas.

Fistful of Twist. Fotos: B. Eglin

Fistful of Twist. Fotos: B. Eglin

Die Veranstalter spielten mit den Titelworten des viertägigen Festivals und die Musiker mit ihren Instrumenten, Texten und Stimmen. In verschiedenen Liestaler Lokalitäten wurde vom Jazz über Klassik und Weltmusik bis zu Rock und Prosatexten oder sogar dem Appenzeller Zäuerli eine breite Palette an Klangvariationen geboten. Die Bands spielten keine Mainstream-Musik, sondern richteten sich an Leute, die in diesen Bereichen zu Hause sind. Bewusst wurden kleinere Räumlichkeiten genutzt, die gefüllt werden konnten und teilweise ausgebucht waren.

Am Samstagnachmittag wurde das Publikum ans Mitmach-Konzert ins Palazzo eingeladen. Erwachsene und Kinder mit oder ohne Begleitperson durften unter der Leitung von Thomas Weiss und Lukas Rickli ein Konzertprogramm entwerfen. Dabei spielte eine Wagenladung «Instrumente» wie Papier, Schläuche, Blech, Schrauben, Trommeln, Teller etc. die Hauptrollen.

Bei Sarah Büchi’s Pink Mountain Sagas erlebten die Zuhörer Erzählungen aus der fantasievollen Welt der Sagen, verbunden mit schöner Musik. Ihr Sprechgesang faszinierte ebenso wie ihre rhythmischen Melodien. «Es ist offensichtlich, dass Märchen und Sagen drin versteckt sind», sagte sie zu ihren Texten. Das letzte Lied «Du frogsch mi, wär ich bin» sang sie solo mit Begleitung der Band. Sanfte Musik, der Geiger zupft an den Saiten und Gitarre und Bass begleiteten.

Nach der angenehmen, ruhigen Instrumentalphase setzt wieder ihre zum melancholischen Lied passende Stimme ein. Den 30 Zuhörern gefiel der Auftritt und sie fordern mit ihrem Applaus eine Zugabe, die gerne gewährt wurde. Es wurde eine Geschichte erzählt von einem «Bergbürli», dem der Erfolg in den Kopf gestiegen ist. Dramaturgisch begleiteten die Instrumente die Erzählung, bis Büchi wieder ihre Stimme einsetzte.

Fistful of Twist startete in der Hebdi- Halle mit solidem, melodiösem Instrumental-Rock. Auf die höfliche Aufforderung der Band näherte sich das Publikum der Bühne und bewegte sich im Takt der melodiösen Rhythmen. Nach ein paar Intros wechselte Sängerin Tatiana von der Tanzfläche auf die Bühne und legte mit ihrer leicht rauchigen Stimme los. Gespielt wurde tanzbarer Soul, Reggae und Arabic Surf aus den 60er-Jahren. Die Bandmitglieder brachten mit ihren afrikanischen und europäischen Wurzeln eine «wohltuende Mischung der Kontinente auf die Bühne.» Schon vorher, aber spätestens mit «Boogie on Reggae Woman» von Stevie Wonder, hatte Leadsängerin Tatiana das gesamte Publikum bei sich.

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