Ein Dorffest für Gross und Klein
Lampenberg Das Dorf feierte mit Herz und Seele das 800-jährige Bestehen
Zum 800-jährigen Bestehen verwandelte sich das beschauliche Lampenberg am letzten Wochenende in eine riesige Festhütte mit vielen Attraktionen und einem vielseitigen Programm für Gross und Klein. Dabei war der Freitagabend den Lampenbergern zuerst einmal selbst vorbehalten. Das achtköpfige Organisationskomitee mit Präsident Michael Hofer hatte sich mit dem Dorffest «800 Joor Lampi» zum Ziel gesetzt, den Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft zu fördern und einen Ort der Begegnung für Jung und Alt zu schaffen. Gleichzeitig sollten neu zugezogene Personen und Familien besser in das Dorfleben integriert, die örtlichen Vereine und Institutionen gestärkt sowie die Dorfkultur, Geschichte und Traditionen präsentiert und bewahrt werden. «Und dieses Ziel ist mehr als nur erreicht worden», wie Michael Hofer auf Nachfrage nach Abschluss mit grosser Zufriedenheit dieser Zeitung berichten konnte. «Es war wunderbar und ich bin richtig stolz auf das OK und auf alle, die irgendwie mitgeholfen haben.»
Bummeln und Einkaufen
Entlang der Hauptstrasse sorgten acht «Schüüre» als Mittelpunkt und mehrere Beizli für das kulinarische Wohl der vielen Gäste. Ein Markt mit rund 20 Ständen mit regionalen und Eigenprodukten über den ganzen überschaubaren Festperimeter mit den drei Eingängen verteilt, lud zum Bummeln und Einkaufen ein.
Wer sich sportlich engagieren wollte, konnte dies unter dem Patronat des Vereins «Dorfplätzli Lampenberg» mit dem «Lampi-Trail», einer Schnitzeljagd mit acht Posten durch das gesamte Areal. Wer es lieber nostalgisch hatte und sich für die 800-jährige Geschichte des Bauerndorfs interessierte, war in der «Schüüre» vom Frauenverein mit einer Ausstellung mit historischen Gegenständen und Bildern bestens aufgehoben.
Viel Engagement
In den Vorbereitungen zum Dorffest, welche zweieinhalb Jahre in Anspruch nahmen, war die Verbundenheit in der 580-Seelen-Gemeinde, auch liebevoll «Ärbslizeller» genannt, klar spürbar, erzählt Michael Hofer. «Dabei hatte man das Gefühl, dass es nicht nur um die Veranstaltung selbst geht, sondern auch darum, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.» Und schob nach: «Viele Menschen brachten sich mit unglaublich viel Engagement ein, halfen mit und unterstützten dort, wo gerade eine Hand gebraucht wurde. Dabei hatte man das Gefühl, dass es nicht nur um die Veranstaltung selbst geht, sondern auch darum, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.»
Musikalische Höhepunkte
Auch an die Kinder war am Fest mit unter anderem Ponyreiten, einem Kinderparadies und einem Kletterbaum gedacht. Im eigenen Jugendlokal «Jugendhütte» konnten nicht nur Jugendliche sich von den Feststrapazen mit einer Chillecke erholen. Wer hoch hinaus wollte, konnte dies mit einem «Skylift» unternehmen. Auch musikalisch hatte das gut organisierte Jubiläumsfest einiges zu bieten. Als Auftakt in das Festwochenende und zweifellos erster emotionaler Höhepunkt der Feierlichkeiten traten die Lampenberger Schulkinder vom Kindergarten bis zur 6. Klasse gemeinsam mit dem Schweizer Liedermacher Linard Bardill auf.
Für weitere klingende Performances auf der Festbühne sorgten unter anderem die Jugend Brass Band RML aus Liestal und die Lampenberger Sängerin «Elle» mit Band. Am Sonntag standen im Festzelt eine Jodlermesse mit dem Jodlerclub «Hohwacht» und ein Auftritt der Trachtengruppe Sissach auf der Festmeile auf dem Festprogramm. Ebenso der Schwingklub Waldenburg mit Schauschwingen und einem Schwingerschnuppertag auf dem Turnplatz.
Sechs Bänkli mit Dorffest-Logo
Wer sich während dem Fest eine Ruhepause gönnen wollte, dem standen sechs eigens für das Fest angefertigte Holz-Sitzbänkli zur Verfügung. Das in die Rückenlehnen eingravierte Logo soll nachhaltig an das Dorffest erinnern. Apropos Nachhaltigkeit, das verwendete Holz als Baumaterial konnte an die Unternehmen, welche dies für den Bau der Infrastruktur zur Verfügung gestellt hatten, wieder zurückgegeben werden. «Für das OK ein wichtiges Thema», wie der OK-Präsident ausführt. «Grundsätzlich versuchten wir, möglichst alles wiederzuverwenden und so wenig wie möglich wegzuwerfen. Was nach dem Anlass weiterhin genutzt werden kann, wird entsprechend weiterverwendet.»
Mit dem Dorffest als Bindeglied zwischen Identität und Gemeinschaft und als Spiegel der urbanen Zusammengehörigkeit stellte Lampenberg am letzten Wochenende seine Besonderheit mit einer gespürten Zusammengehörigkeit unter Beweis.
«Es ist eben dieses Miteinander, das Lampenberg so besonders macht», sagt Michael Hofer. Das Dorf erlebte ein Fest für alle Sinne und ein kollektives Ereignis mit in jeder Hinsicht grossem Nachhaltigkeitswert.






