Viel Oldtimer-Verkehr in Langenbruck
Langenbruck Altes Blech lockte Besucher auf den 734 Meter hohen Oberen Hauenstein

Die Geschichte des Vereins «Altes Blech» begann 2003, als die drei Langenbrucker Franco Gizzo, Daniel Meyer und Hans Millonig die Idee hatten, im August ihre schönen Oldtimer auf der Passhöhe direkt an der Strasse auszustellen und zusammen zwei schöne Tage unter Gleichgesinnten zu verbringen. Interessierte hielten an und bewunderten die Prachtstücke. Andere fuhren heim, holten ihre eigenen Autos und stellten sie dazu. Am Schluss standen 20 Oldtimer auf der Passhöhe und der Grundstein für die Vereinsgründung war gelegt.
Immer am dritten Augustwochenende treffen sich seit 23 Jahren Autoliebhaber in der höchsten Baselbieter Gemeinde. Der Termin ist mit anderen Treffen wie Walzwerk Münchenstein oder Wiedlisbach koordiniert. Nur Liestal schlägt in der Region mit dem gleichen Sonntagsdatum ein wenig quer. Es hat aber an beiden Orten genügend Fahrzeuge und Publikum.
Langenbruck ist so organisiert, dass Fahrzeuge den ganzen Tag ein- und ausfahren können. So können am Samstag und Sonntag jeweils über 700 Oldtimer bewundert werden. Das Ambiente hier ist speziell. Die Autos stehen auf verschiedenen, miteinander verbundenen Plätzen und im Hintergrund sieht man ein schönes Panorama mit sanften Jurahügeln.
Pascal Millonig und sein Vater Hans waren mit drei Fahrzeugen vertreten und sie boten kostenlose Passagierfahrten an. Michel Ramp durfte mit einer Corvette mitfahren und er erzählte sein Highlight des Tages mit grosser Begeisterung dem OK-Präsidenten Martin Spiess.
Spiess ist selbst ein Autonarr und sein roter und sein knallgrüner Audi standen ebenfalls auf dem Platz. Etwas ganz Besonderes war die Fahrt in einem grauen Trabi mit rotem Dach. Das begehrte Auto war mit allem ausgerüstet, was es braucht. Und es düste bergauf fast wie ein «Grosser».
Die Oldtimer-Besitzer leben für ihre Autos und pflegen ihre Kostbarkeiten sorgfältig. Gerne erzählen sie ihre spannenden Geschichten mit grossen Erfolgen und auch kleinen und grösseren Pannen. Die Fahrer kommen vorwiegend aus dem Baselbiet, den angrenzenden Kantonen Aargau und Solothurn, aus Bern, dem Elsass und dem grenznahen Deutschland. Das Wetter war wieder einmal prächtig. Erst am Sonntagnachmittag näherten sich graue Gewitterwolken, die einige zur rechtzeitigen Heimfahrt bewogen.
Der Verein organisiert neben dem grossen Jahrestreffen Tagesausfahrten, aber auch Schraubertreffs zum Austauschen von Tipps und zum Fachsimpeln.


