Entspannt durch die Pubertät?!

Oberdorf Schule und Eltern organisieren einen Vortrag  

Referent «Dr. Bo» erklärt auf humorvolle Art und Weise die Komplexität der Lernprozesse des menschlichen Hirns. Fotos: zVg

Referent «Dr. Bo» erklärt auf humorvolle Art und Weise die Komplexität der Lernprozesse des menschlichen Hirns. Fotos: zVg

80 interessierte Eltern hörten gespannt verschiedene Lösungsansätze im Umgang mit pubertierenden Teenagern.

80 interessierte Eltern hörten gespannt verschiedene Lösungsansätze im Umgang mit pubertierenden Teenagern.

Am 11. Januar 2024, um 19 Uhr besuchten ungefähr 80 Eltern der Sekundarschülerinnen und Schüler vomt Waldenburgertal den Vortrag von Christoph Bornhauser zum Thema: «Pubertät und Talententwicklung?!» Der von der Elternmitwirkung gemeinsam mit der Schulleitung organisierte Anlass war informativ, hilfreich und entlastend.

In seinem unterhaltsamen mit Anekdoten gespickten Vortrag führte «Dr. Bo» seine aufmerksame Zuhörerschaft durch die Entwicklungsphase «Pubertät» und durch die komplexe Umgestaltung des Gehirns. Das Zimmer ihres Kindes ist das absolute Chaos?! – Völlig normal. Die Eltern sind Stressfaktor Nr. 1 – Durchschnitt. Schule ergibt keinen Sinn? – Reine Biologie.

Das entspannt – aber was können wir als Eltern konkret tun? Stress und Druck sind meistens kontraproduktiv: Unsere Beziehung zu den Kindern ist wichtiger als ein aufgeräumtes Zimmer. Besser übertragen wir den Heranwachsenden Verantwortung, statt sie zu kontrollieren. Achten wir auf genügend Schlaf – er ist besonders für die Jugendlichen wichtig – und gehen selber mit dem guten Beispiel voran. Und noch was: Wir müssen auf uns selber achten! Denn wenn die Jugendlichen sehen, dass Erwachsene glücklich und auch zufrieden in ihrem Beruf sind, dann hat es Sinn, selber erwachsen zu werden. Die Jugendlichen erfinden sich gerade neu – ihr Inneres und Äusseres macht einen riesigen Veränderungsprozess durch, der nicht immer stressfrei abläuft. Genau in dieser Lebensphase müssen sie sich für ihre Berufsausbildung entscheiden. Aber wie wollen sie wissen, was sie werden wollen, wenn sie nicht mal wissen wer sie selber sind?

Nach der kurzen Pause mit kleinem Apéro und angeregten Gesprächen, erläuterte der Referent an Praxisbeispielen, wie und wann Talententwicklung in dieser Phase gefördert werden kann.

Wie können Eltern ihre Kinder in dieser schwierigen Phase optimal unterstützen? Welche Freiräume können Eltern sowie Lehrpersonen ihnen geben, dass sie sich ausprobieren können? Wo können sie Verantwortung übernehmen? Welche Wünsche haben sie, und wie können Schule und die Familie ihnen dabei helfen, diese Wünsche Stück für Stück umzusetzen? Nach dem Vortrag gingen die Eltern ermutigt und entlastet mit einem amüsierten Schmunzeln nach Hause mit dem festen Vorsatz, das nächste Mal, wenn die Zimmertür aufgeht, das Chaos einfach zu ignorieren. Die Powerpointpräsentation zum Vortrag finden Sie auf www.sek-waldenburgertal.ch unter neueste Downloads.

Susanne Datzko, Vertreterin Elternmitwirkung Sekundarschule Waldenburgertal

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