Mit Innovation und Vielseitigkeit

Niederdorf Waldrundgang des Forstbetriebs

Lernende des FBF zeigen dem interessierten Publikum ihre 
         
         
            persönliche Schutzausrüstung.  Foto: zVg
Lernende des FBF zeigen dem interessierten Publikum ihre persönliche Schutzausrüstung. Foto: zVg

Der Forstbetrieb Frenkentäler lud vergangenes Wochenende die Behörden wie auch die Bevölkerung zu einem abwechslungsreichen und informativen Waldrundgang ein.

«Ein Forstbetrieb muss sich mehrere Standbeine schaffen, um mit den heutigen Herausforderungen erfolgreich bestehen zu können», informierte Simon Tschendlik, Co-Geschäftsfüher und Förster, gleich zu Beginn.

Gleich zu Beginn des Rundgangs bestätigte sich seine Aussage: Am Felsen im Bereich Zwischenflüh in Niederdorf hängen zwei Mitarbeitende am Seil und demonstrieren, wie Löcher in einen Felsen gebohrt werden, um später ein Sicherheitsnetz zu montieren, welches zuverlässig vor Steinschlag schützen soll.

«Die schweisstreibende Arbeit wird im Betrieb von Forstwarten ausgeführt, die eine zusätzliche Ausbildung zum Industriekletterer absolviert haben», so Andreas Sager, Projektförster und zuständig für den Bereich forstliche Bautechnik. Das Personal des Forstbetriebes Frenkentäler ist auf Arbeiten wie Hangsicherungen und Holzverbauungen jeglicher Art spezialisiert und kompetenter Ansprechpartner für Firmen, Gemeinden und Privatpersonen.

Einige Meter weiter bot sich dem Publikum ein interessanter Blick in das umliegende Gebiet: «Ein solches Mosaik an Hecken, Waldrändern, Tümpeln und Offenland bietet beste Voraussetzung für eine möglichst grosse Biodiversität», sagt Philipp Zehntner, ebenfalls Projektförster.

Nach einem kurzen Spaziergang durch das abwechslungsreiche Gebiet bot sich der Gruppe eine besondere Überraschung: Flavian Graber, Musiker und Singer-Songwriter, begrüsste alle für ein «Mini-Wanderkonzert» und inspirierte mit seinen Songs, den Wald und seine Umgebung auf eine andere Art wahrzunehmen.

Wie aufwendig Holzereiarbeiten geworden sind, zeigte sich am nächsten Posten eindrücklich.

«Die Arbeiten im Wald werden gefährlicher, da der Zustand der Bäume sich in den letzten Jahren stark verschlechtert hat», so Co-Geschäftsführer André Minnig. Jederzeit können Äste und ganze Kronenteile abbrechen.

Lernende des Betriebes demonstrieren mit der Methode «Fällen auf Distanz», wie das Risiko bei Fällarbeiten minimiert werden kann. Dabei wird ein funkgesteuerter Keil eingesetzt, mit welchem der Baum nach dem Fällschnitt aus sicherer Distanz zum Fallen gebracht werden kann.

Dass die Lernenden ein wichtiger Bestandteil des Betriebes sind, konnten die Teilnehmenden auch am nächsten Posten sehen.

Die fünf Lernenden stellten ihre Arbeitskleidung- und Ausrüstung vor, die nebst der richtigen Ausbildung ebenfalls dazu beiträgt, die risikoreichen Arbeiten sicherer zu machen.

Der Anlass hat gezeigt, dass der FB Frenkentäler als innovativer und vielseitiger Betrieb mit qualifizierten Mitarbeitenden die besten Voraussetzungen mitbringt, die Herausforderungen , die auf ihn zukommen werden, zu meistern», beendete Hans Dettwiler, Präsident der Forstbetriebskommission FB Frenkentäler den abwechslungsreichen Anlass.

Claudia Tschudin

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