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100-Jahre-Jubiläum Der «Merci Bus» stoppte in Bubendorf, Gelterkinden und Sissach 

Verkaufswagen in Niederdorf, 1983. Foto: Genossenschaft Migros Basel

Verkaufswagen in Niederdorf, 1983. Foto: Genossenschaft Migros Basel

Gemeindepräsident Peter Buser. Fotos: W. Wenger

Gemeindepräsident Peter Buser. Fotos: W. Wenger

Verkaufswagen von innen, so wie einst.

Verkaufswagen von innen, so wie einst.

«Merci Bus» mit dem Frech-Hoch-Logo.

«Merci Bus» mit dem Frech-Hoch-Logo.

Zum 100-Jahre-Jubiläum der Genossenschaft Migros kehrte vergangene Woche ein Stück Migros-Geschichte ins Oberbaselbiet zurück. Ein Migros-Verkaufswagen stoppte in Bubendorf, Gelterkinden und Sissach. Nostalgische Gefühle, im Speziellen bei der älteren Kundschaft, wurden wach. Diese, und natürlich auch viele «Jungspunde», nutzen die Gelegenheit, an allen Standorten Produkte zu kaufen, so wie dies bis anfangs dieses Jahrhunderts beim Detailhandelsriesen üblich war. Dass die Migros Feste feiern kann, dokumentierte sie vor Wochenfrist. Wie erwähnt auch in Sissach, wo im Anschluss an eine Pressekonferenz Hunderte von Kundinnen und Kunden den «Merci Bus» mit Baujahr 1986 betraten. Zu kaufen gab es aufgrund des Firmenjubiläums 100 Produkte. Kostenlos wurde der meistverkaufte Artikel in Sissach, der «Minipic», verteilt. Dazu offerierte die Migros Kaffee, Kuchen und Äpfel sowie Sirup für die Kleinen.

Gemeindepräsident Peter Buser hielt in seiner Gratulationsadresse fest, dass die Migros mit dieser Aktion eine «ganz gelungene Idee» inszeniert habe. «Auch bei mir kommen nostalgische Gefühle auf. Ich erinnere mich noch gut an jene Zeit, als in Sissach der Migroswagen Halt machte.» Für Buser, der festhielt, dass die Migros seit 1934 im Bezirkshauptort präsent sei und es zudem für Sissach zentral sei, dass die Verkaufswagen einst bei der damalig heimischen Frech-Hoch AG, einem Karosseriebauer, gefertigt wurden.

Lukas Sommer, Geschäftsleitungsmitglied der Genossenschaft Migros Basel, blickte auf die Anfänge der Migros Verkaufswagen zurück. Der erste sei ein Fahrzeug der Marke Ford gewesen, der ab 1925, zu Beginn in der Stadt Zürich, 178 Stationen bediente. Verkauft worden seien damals lediglich sechs Artikel, nämlich Hörnli, Zucker, Seife, Reis, Kaffee und Kokosfett. Ab 1960, mit dem ersten modernen Selbstbedienungswagen, habe man dann 500 Artikel anbieten können, sagte Sommer weiter. Er erwähnte auch die finale Epoche der legendären Verkaufswagen, welche Ende November 2007 in Kanton Wallis letztmals unterwegs waren. Heute befinden sich noch deren zwei im Einsatz, unter anderem an Festivals oder an grossen Festen wie beispielsweise am «Eidgenössischen» der Schwinger.

Die einmalige 1960er- bis 2000er-Jahre-Verkaufs-Atmosphäre wurde genossen. Es herrschte Feststimmung. Das Gedränge im und vor dem Wagen, der vor dem im Jahre 2015 für 25 Millionen Franken erstellten Migros-Verkaufsgebäude parkte, war entsprechend gross. Es waren nur freudige Gesichter auszumachen. Auch jenes von Gemeindepräsident Peter Buser, der im Wagen seine geliebten Karamellbonbons entdeckte.

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