Blumen für Talentförderer

Engagiert Kantonalbankpreis geht an Rolf Schaub, Förderpreis an Villa Gumpiland  

Rolf Schaub aus Titterten, Gründer und Geschäftsführer ICT Scouts/Campus kann sich vor Blumen und Auszeichnungen kaum retten. Nadine Jermann, die Präsidentin der BLKB-Stiftung, freut sich mit ihm.Foto: M. Schaffner

Jedes Jahr irgendwo einen Preis gewinne – eigentlich war das als Scherz gemeint. Aber das Projekt «ICT Scouts/Campus», das mittlerweile an sieben Standorten in der Schweiz präsent ist und 22000 junge Tech-Talente in elf Kantonen gefördert hat, findet tatsächlich viel Anerkennung. Umso mehr freute sich der Initiator Rolf Schaub aus Titterten, dass er nun auch dort, wo vor gut zehn Jahren alles angefangen hat – im Baselbiet – für seine Arbeit mit einem Preis geehrt wird. Vergangene Woche nahm er im Marabu in Gelterkinden den Kantonalbankpreis 2024 entgegen.

Die ICT-Scouts tun dasselbe, was Fussball-Scouts tun, sie suchen junge Talente, laden die Vielversprechendsten zu einem Camp ein und fördern sie mit einem Mentoring. Aktuell sind 800 Tech-Talente zwischen 12 und 15 Jahren aktiv. 40 Prozent davon sind Mädchen. Auf ihnen liegt ein spezieller Fokus – was zählt, sind nicht Schulnoten, sondern spezifische Fähigkeiten im ICT-Bereich, der oft als eine männlich dominierte Domäne wahrgenommen wird.

Der Kantonalbankpreis wird seit 1991 von der Stiftung der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) für Kultur und Bildung vergeben und zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich um den Kanton verdient gemacht haben. 2019 kam ein Förderpreis für ehrenamtliche Tätigkeit dazu.

Gewinnerin des diesjährigen Förderpreises ist die Villa Gumpiland in Pratteln. Der Verein betreibt im Längi-Quartier einen Begegnungsort für Familien, an dem sich Eltern untereinander austauschen und fremdsprachige Kinder spielerisch in die deutsche Sprache eintauchen können.

Für den Förderpreis hatte der Stiftungsrat im März eine Vorauswahl getroffen und zur Abstimmung gestellt. «Das Publikumsvoting war sehr spannend bis zum Schluss, jede Stimme zählte», berichtete Nadine Jermann, die Präsidentin der BLKB-Stiftung. Auf dem zweiten Platz landete die Samariterjugendgruppe Biel-Benken, gefolgt von Fraumatt Legions American Football Liestal, der Jugendgruppe «Wiesel» des Natur- und Vogelschutzvereins Buus und dem Jugendparlament Birsfelden. Das Preisgeld von 10000 Franken – dieselbe Summe wie der Kantonalbankpreis – wird auf die fünf Förderpreis-Finalisten aufgeteilt (4000, 3000, 2000, 500 und 500 Franken). Umrahmt wurde die Feier mit Gesangsdarbietungen der Regionalen Musikschule Gelterkinden.

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