Die Genusswochen beginnen

Liestal Kirschen gehören zum Genussmenü 2022 

Stand des Vereins «Aus Stadt und Land».

Stand des Vereins «Aus Stadt und Land».

Geburtstagstorte für 10 Baselbieter Genusswochen. Fotos: B. Eglin

Geburtstagstorte für 10 Baselbieter Genusswochen. Fotos: B. Eglin

Janis Wittlin kochte seinen Chirsi-Ribel.

Janis Wittlin kochte seinen Chirsi-Ribel.

Wer spuckt den Chirsistei am weitesten?

Wer spuckt den Chirsistei am weitesten?

Glücksrad am Stand von Baselland Tourismus.

Glücksrad am Stand von Baselland Tourismus.

Zum Beginn der Baselbieter Genusswochen im Stedtli Liestal wurden die Besucher mit Regen empfangen. Der Himmel zeigte sich aber gnädig und machte um die Mittagszeit der warmen Endsommersonne Platz. Das Publikum versammelte sich wieder um die Marktstände in der Rathausstrasse, schaute, degustierte und kaufte.

Stadtpräsident Daniel Spinnler sagte an der Eröffnung, dass das Verhalten viel zum Gesundbleiben beiträgt. Dazu gehört auch der Genuss. «Wenn man den jungen Leuten beim Kochen zuschaut, geht einem das Herz auf.» Gemäss Polizeireglement sei das Spucken in Liestal verboten. Dies gelte aber nicht für das Chirsisteispucken, meinte er lächelnd. Baselland Tourismus hat nämlich einen Wettbewerb in dieser Disziplin eingerichtet. Die Rekordweite vom letzten Samstag liegt bei elf Metern und 93 Zentimetern!

Für Michael Kumli, den Baselbieter Tourismusdirektor, ist es wichtig, dass «die jungen Leute in Szene gesetzt werden können». Kochlehrling Janis Wittlin zeigte live zusammen mit Kolleginnen, wie sein Baselbieter Genussrezept «Chirsi-Ribel» zubereitet wird. Das Ergebnis konnte an Ort und Stelle degustiert und beurteilt werden. Dieses Jahr beteiligen sich 40 Veranstalter an den Genusswochen. Eine Schulklasse pflanzte im Frühling Kirschbäume und am Gnussmärt verkauften sie selbst gemachte Chirsi-Konfi.

Lukas Kilcher (Ebenrain) erzählte, wie die Kirsche aus der Türkei bis in die Schweiz kam und dass das Baselbiet immer noch ein sehr wichtiger Kirschenproduzent sei. Die arbeitsintensiven und für den Befall der Kirschessigfliege (KEF) prädestinierten Kirschbäume müssen immer mehr den Kulturen weichen. Diese sind einfacher zu pflegen und sie können mit Netzen vor dem Schädling geschützt werden.

Der Verein «Aus Stadt und Land» unterstützt regionale Produzenten bei der Vermarktung. Es entstand ein bikantonales Projekt. Mit einem mobilen Stand ist der Verein an drei Basler Märkten vertreten. Vorgesehen ist auch eine Präsenz in Liestal und Sissach. Mitmachen können alle Produzenten aus der Region. Die Baselbieter Genusswochen dauern vom 1. bis 30. September

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