Fünflibervereine kämpfen ums Überleben

Lampenberg Optimismus prägte dennoch die Delegiertenversammlung  

Freuen sich (v.l.): Rudolf Bolliger, Präsident, Hanspeter Läubli, Ehrenpräsident, und Alexander Oehler, Vorstandsmitglied.Foto: W. Wenger
Freuen sich (v.l.): Rudolf Bolliger, Präsident, Hanspeter Läubli, Ehrenpräsident, und Alexander Oehler, Vorstandsmitglied.Foto: W. Wenger

In Lampenberg haben die Mitgliedsvereine des Verbands Basellandschaftlicher Fünflibervereine zur Kenntnis nehmen müssen, dass sich der Verband in einer Art «Sinkflug» befindet. Im vergangenen Jahr haben sich mehrere Vereine aufgelöst und die Mitgliederzahl nahm entsprechend ab. Dennoch: An der Delegiertenversammlung (DV) herrschte vorsichtiger Optimismus, zumal der Vorstand weiterhin in Vollbesetzung arbeiten kann. Als neuer Präsident steuert der bisherige «Vize» Rudolf Bolliger, Ziefen, das Verbandsschiff. Alexander Oehler, Bretzwil, heisst der neue Mann im Vorstand, und als Glanzlicht der DV, ist der nunmehr zurückgetretene Präsident Hanspeter Läubli, Lupsingen, unter grossem Applaus zum Ehrenpräsidenten ernannt worden.

Im Verband sind zurzeit 2600 Frauen und Männer aus 30 Vereinen zusammengeschlossen. Dies sind deutlich weniger als noch vor Jahresfrist. Infolge der Auflösung der Vereine Binningen, Läufelfingen und Waldenburg und Umgebung verlor der Verband knapp 400 Mitglieder. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass Bolliger von einer schwierigen, bevorstehenden Zeit, sprach. «Die Zahlen des Mitgliederschwunds machen uns echt Sorgen», hielt der Ziefner in seinem Jahresbericht fest. Er äusserte sich alles in allem trotzdem zuversichtlich, dass der Verband sein Hundertjähriges 2029 werde feiern können.

«Wir müssen die Tradition der Fünflibervereine am Leben erhalten.» Bolliger motivierte die Besucherinnen und Besucher der DV, sich für dieses Ziel einzusetzen. «Machen Sie Werbung, beispielsweise auf der Gemeindehomepage oder in Amtsanzeigern.» Der Kantonalverband, der ein Vermögen von 6000 Franken ausweist, ehrte am Abend mit Claudio Lupi, Lampenberg, und Martin Schweizer, Arboldswil, zwei langjährige Vorstandspersonen in ihren Dörfern. Beide stellten sich über 25 Jahre ihren Fünflibervereinen zur Verfügung.

Bolliger hielt in seinen Ausführungen schliesslich fest, dass der von der Kantonalbank gewährte Sparzins 0,1 Prozent betrage. Er sagte auch, dass heuer sieben Vereine ihre Sparperiode beenden werden. «Ich hoffe fest, dass die Mehrheit eine weitere Beitragsperiode beschliesst.»

Auch ihm ist klar, dass man mit einer Mitgliedschaft in einem Fünfliberverein nicht reich wird. «Aber wir setzen alles daran, dass wir jeweils nach fünf Jahren wenigstens den Betrag auszahlen können, welcher einbezahlt wurde.»

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