Gewaltige Natur-Vielfalt

Museum.BL Vernissage «Wildes Baselbiet»: Buus, Liestal und Münchenstein

Die Beiträge aus den Gemeinden Buus, Liestal und Münchenstein wurden an der Vernissage enthüllt. Foto: S. Moor
Die Beiträge aus den Gemeinden Buus, Liestal und Münchenstein wurden an der Vernissage enthüllt. Foto: S. Moor

Museum.BL Vernissage «Wildes Baselbiet»: Buus, Liestal und Münchenstein

Der Kanton Basel-Landschaft verfügt über eine faszinierende und vielseitige Artenvielfalt. Die Ausstellung im Liestaler Museum.BL «Wildes Baselbiet – Tieren und Pflanzen auf der Spur» bringt diese artenreiche Flora und Fauna zum Vorschein. 42 der 86 Gemeinden aus dem Kanton haben bereits eine Tier- oder Pflanzenart präsentiert und jedes Jahr kommen drei weitere Ortschaften dazu, die jeweils an einer Vernissage im Museum in Liestal eine neue Spezies vorstellen dürfen.

Die Vernissage fand vergangenen Freitagabend statt. Dabei konnten die Vorjahressiegergemeinden Buus, Liestal und Münchenstein ihren Beitrag vor einem grossen Publikum präsentieren. Alle drei Gemeinden haben unterschiedlichste Projekte auf die Beine gestellt und per Online-Voting bzw. Anrufen für sein Dorf am meisten Stimmen erhalten.

Nun konnten sie ihre Ergebnisse an der Veranstaltung vorstellen. In Buus wurden in den vergangenen Jahren, auch durch finanzielle Unterstützung des Natur- und Vogelschutzvereins, grosse Mengen an Hecken gepflanzt. Diese Hecken bieten ganz unterschiedlichen Tieren einen Lebensraum – Insekten, Amphibien, sowie Säugetieren Zudem bremsen sie den Wind aus, schützen die Landschaft vor dem Austrocknen und dienen als Vernetzungsachse. Durch das Anpflanzen der vielen Hecken konnten in Buus auch Vogelarten wieder vermehrt entdeckt werden, da Vögel gerne in Hecken nach Nahrung Ausschau halten.

Liestal hat in Zusammenarbeit mit dem Verein «BirdLife Baselland» zwei Weiher im Üetental erbauen lassen. In diesen Weihern findet unter anderem der «Glögglifrosch» ein gemütliches Plätzchen. Diese Tierart ist seit einigen Jahren stark vom Aussterben bedroht, kommt im Baselbiet jedoch noch deutlich häufiger vor als in anderen Kantonen. Daraufhin startete der Kanton Baselland im Jahr 2020 einen Aktionsplan zur Förderung des Glögglifroschs und liess somit die Weiher anbauen. Die Weiher in Liestal befinden sich auf dem Land von Landwirtin Liseth Kaufmann. «Neben meiner Nutztierhaltung ist es mir wichtig, Lebensraum zu schaffen für weitere Tierarten wie Amphibien und Reptilien etc.», so Liseth Kaufmann.

Münchenstein erbaute zwischen Tram und Kantonstrasse eine grosse Vielfalt an Bäumen, Sträuchern und Kräutern und ebenfalls einen Weiher. So kann Münchenstein wieder vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten.

Die Siegergemeinden für das nächste Jahr sind ebenfalls bereits bekannt. Es sind dies Buckten, Langenbruck und Füllinsdorf. Man darf gespannt sein, welche Projekte also im nächsten Herbst vorgestellt werden.

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